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Vor Spiel der DFB-Elf: Intensivmediziner kritisiert volles Stadion

03:53
11.11.2021
Vor dem Länderspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft gegen Liechtenstein am Donnerstag hat Intensivmediziner Uwe Janssens mangelnde Corona-Maßnahmen in der Wolfsburger Volkswagen Arena kritisiert.

«Ich kann nicht nachvollziehen, dass es im Fußball Ausnahmen gibt und Fans dicht gedrängt aneinander stehen, laut singen und feiern, dabei Aerosole freisetzen und möglicherweise andere infizieren», sagte Janssens im Gespräch mit dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (Donnerstag).

Zum WM-Qualifikationsspiel sollen am Donnerstagabend 26 000 Fans kommen. Ein solches Fußballspiel ohne den nötigen Abstand sei «aus medizinischer Sicht angesichts der aktuellen Situation außerordentlich bedenklich», sagte Janssens, der zugleich Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) ist. Er betonte, dass die Hygienemaßnahmen weiterhin äußert wichtig seien. Dazu gehöre auch die Abstandsregel, sagte Janssens mit Blick auf volle Fußballstadien.

(dpa)

Umfrage: Vertrauen in Ärzte in Pandemie stabil, Verlust für Politiker

03:21
11.11.2021
Das Vertrauen in Ärzte, medizinisches Personal und Wissenschaftler in Deutschland ist laut einer Umfrage im Laufe der Corona-Pandemie stabil hoch geblieben.

Ausgehend von einem niedrigeren Niveau deutlich gesunken ist hingegen das Vertrauen in Politiker. Das geht aus dem Wissenschaftsbarometer 2021 der Initiative Wissenschaft im Dialog von Donnerstag hervor. Dafür befragte das Institut Kantar im September rund 1000 deutschsprachige Menschen ab 14 Jahren. Die Ergebnisse sind den Angaben zufolge repräsentativ.

79 Prozent der Befragten gaben an, Ärzten und medizinischem Personal beim Thema Corona eher oder voll und ganz zu vertrauen, bei Wissenschaftlern waren es 73 Prozent. Das ist ähnlich viel wie in früheren Ausgaben der Untersuchung. Das Vertrauen in Politiker ließ seit April 2020 am deutlichsten nach: von damals 44 Prozent auf nun 18 Prozent. Ebenfalls deutlich rückläufig entwickelte sich das Vertrauen in Vertreter von Behörden und Ämtern.

Eine Mehrheit der Befragten wünscht sich in der Pandemie eine Rolle von Wissenschaftlern, die über die reine Vermittlung von Informationen an die Politik hinausgeht. So stimmte die Hälfte von ihnen der Aussage zu, dass Wissenschaftler Politikern basierend auf wissenschaftlichen Erkenntnissen bestimmte Entscheidungen empfehlen sollten. Weitere 31 Prozent meinten, Wissenschaftler sollten Entscheidungsmöglichkeiten und ihre Konsequenzen erläutern, aber keine Empfehlungen an die Politik geben.

Das Wissenschaftsbarometer geht seit 2014 regelmäßig den Einstellungen der Menschen in Deutschland zu Wissenschaft und Forschung auf den Grund. Gefördert wird es von der Robert Bosch Stiftung und der Fraunhofer-Gesellschaft.

(dpa)

Lauterbach für drastische Strafen bei Verletzung von 2G-Kontrollen

03:11
11.11.2021
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat sich für drastische Strafen ausgesprochen, sollten Corona-Zugangsregeln für Geimpfte und Genesene (2G) nicht kontrolliert werden.

«Das muss ganz streng kontrolliert werden. Wenn beispielweise ein Restaurant 2G nicht kontrolliert und fällt dann auf, dann führt das zu sechs Wochen Schließung», forderte Lauterbach in der ARD-Sendung «Maischberger. Die Woche». Der SPD-Politiker betonte: «Ohne den Mut, ganz drastisch und auch mit harten Kontrollen flächendeckend 2G einzuführen, werden wir diese Welle nicht in den Griff bekommen.»

Lauterbach und die FDP-Gesundheitsexpertin Christine Aschenberg-Dugnus sprachen sich zudem dafür aus, dass Arbeitgeber künftig den Impfstatus ihrer Beschäftigten abfragen dürfen.

Zum Auskunftsrecht werde es noch eine Vorlage für den Bundestag geben, kündigten die beiden möglichen Koalitionspartner an. Er sei der Meinung, «dass es in dieser katastrophalen Situation das Auskunftsrecht geben muss», sagte Lauterbach.

(dpa)

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