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Kreise: Merkel dringt auf rasches Handeln gegen vierte Corona-Welle

18:26
10.11.2021
Die geschäftsführende Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dringt auf rasches Handeln im Kampf gegen die dramatisch steigenden Corona-Infektionszahlen. Das Virus frage nicht nach politischen Einstellungen oder nach Übergangsregierungen, sagte Merkel am Mittwoch nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in der Sitzung der Unionsfraktion in Berlin. «Wir müssen handeln», ergänzte sie. Die Kanzlerin forderte erneut eine Zusammenkunft von Bund und Ländern im Kampf gegen Corona.

Eine solche Ministerpräsidentenkonferenz werde auch stattfinden, gab sich Merkel demnach optimistisch. Sie wurde mit den Worten zitiert: «Je schneller, desto besser.» Die Terminkoordinierung laufe gerade. Es müsse Solidarität zwischen den Ländern geben, wenn es darum gehe, Intensivpatienten in andere Bundesländer zu transportieren, forderte die Kanzlerin nach diesen Informationen.

Merkel bemängelte demnach, das Tempo der Auffrischungsimpfungen reiche nicht aus. Bislang hätten 3 Millionen Menschen eine solche Booster-Impfung bekommen, gemäß der Altersempfehlung sollten 24 bis 25 Millionen eine solche Auffrischung erhalten. «Da müssen wir schneller werden», wurde die Kanzlerin zitiert. Es müsse darüber gesprochen werden, wie das Tempo erhöht werden könne. Merkel warnte, es wäre schlimm, wenn es in der vierten Welle zu einer Überlastung des Gesundheitssystems kommen würde.

Die Infektionszahlen explodierten, beschrieb Merkel nach diesen Informationen die Lage. Es gebe keinen Zusammenhang mehr zwischen Inzidenz und Hospitalisierung - also der Einweisung in Krankenhäuser. Die Situation liege klar an den Impfquoten in den Regionen. Die Lage sei keine Überraschung, das Robert Koch-Institut (RKI) habe schon im Sommer unter Bezug auf die zu geringe Impfquote darauf hingewiesen, was passieren könne. Pflegerinnen und Pfleger und Ärztinnen und Ärzte müssten hauptsächlich Ungeimpfte behandeln. Geimpfte müssten länger auf Operationen warten, kritisierte Merkel. Das würde neue gesellschaftliche Spannungen mit sich bringen. 

(dpa)

Prognose: Österreichs Intensivstationen droht kritische Auslastung

15:53
10.11.2021
Österreichs Intensivstationen könnten wegen steigender Corona-Zahlen schon in zwei Wochen an eine systemkritische Grenze stoßen. Das geht aus einer wissenschaftlichen Modellrechnung im Auftrag des Gesundheitsministeriums hervor, die am Mittwoch öffentlich wurde. Sie geht davon aus, dass die Sieben-Tage-Inzidenz bis zum 24. November auf 1000 steigt. Derzeit steht sie bei etwas über 700.

Laut der Vorhersage werden bis dahin mit 65-prozentiger Wahrscheinlichkeit ein Drittel aller Intensivbetten mit Corona-Fällen belegt sein. Bei dieser Auslastung tritt aus Sicht des Ministeriums eine Konkurrenzsituation zwischen Covid-Patienten und anderen Intensivpatienten ein.

Die Regierung hatte erst Anfang November die 3G-Regel (Geimpft, Getestet oder Genesen) am Arbeitsplatz eingeführt, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Zudem gilt seit Montag die 2G-Regel für Lokale und Veranstaltungen. Ungeimpfte haben keinen Zutritt mehr.

(dpa)

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