Letztes Update:
20211110120531

Flick: Impfstatus von Nationalspielern erst nach Lehrgang Thema

12:05
10.11.2021
Bundestrainer Hansi Flick will sich erst nach den anstehenden beiden Länderspielen mit der Frage beschäftigen, ob er in Zukunft auch den Impfstatus seiner Nationalspieler als Voraussetzung für eine Nominierung einbezieht. «Ich hoffe, dass es solche Themen, dass wir fünf Spieler nach Hause schicken müssen aufgrund von Corona, nicht mehr gibt, das würde ich mir wünschen», sagte Flick am Mittwoch in Wolfsburg. Nach einem positiven Corona-Test beim vollständig geimpften Niklas Süle mussten auch Joshua Kimmich, Jamal Musiala, Serge Gnabry und Karim Adeyemi in Quarantäne abreisen.

Kimmich hatte zuletzt selbst bestätigt, nicht geimpft zu sein. Zum Impfstatus von Musiala, Gnabry und Adeyemi machte der Deutsche Fußball-Bund keine Angaben. Flick betonte, es gebe in Deutschland keine Impfpflicht und jene, die sich nicht impfen lassen, dürften nicht verurteilt werden. «Für mich ist es trotzdem der einzige Weg aus der Pandemie, dass man sich impfen lässt», sagte der Bundestrainer. «Jeder hat am Ende die Verantwortung für sich und das Recht, das zu verweigern.» Seine Meinung sei «ganz klar», dass er sich wünsche, dass die Spieler geimpft seien.

«Wir müssen einfach schauen, wie wir das in Zukunft machen, das wird uns noch länger beschäftigten, wie wir uns schützen.» Beim aktuellen Lehrgang mit den WM-Qualifikationsspielen am Donnerstag (20.45 Uhr/RTL) in Wolfsburg gegen Liechtenstein und drei Tage später in Eriwan gegen Armenien wurden die Nationalspieler bei der Ankunft im Teamhotel getestet. Das WM-Ticket hatte das Flick-Team bereits Anfang Oktober gelöst.

(dpa)

Grünen-Experte fordert rasche zusätzliche Corona-Gegenmaßnahmen

12:03
10.11.2021
Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen dringt auf rasche zusätzliche Gegenmaßnahmen, um den rasanten Anstieg der Corona-Zahlen in Deutschland zu stoppen. «Die Mischung aus zu vielen Ungeimpften und zu vielen Neuinfektionen bringt das Gesundheitssystem an die Belastungsgrenze», sagte der Bundestagsabgeordnete am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Gebraucht werde nun eine gemeinsame Anstrengung zum Brechen der vierten Welle.

Die zigfach höhere Inzidenz bei Ungeimpften mache eine bundesweite 2G-Regelung erforderlich. Das heiße Zugang nur für Geimpfte und Genesene für alle Freizeitaktivitäten und nicht-essenziellen Dienstleistungen. Am Arbeitsplatz, im Bahn- und Nahverkehr müssten Zugangsregeln für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) gelten.

Dahmen forderte auch eine Rückkehr zu Gratis-Schnelltests, die aber mit verpflichtender App-Anbindung verbessert werden sollten. Die Impfkampagne müsse intensiviert werden, und zwar unter anderem auch in Apotheken. «Wir müssen klar machen, dass Impfen Freiheit bedeutet und Impfverweigerung Freiheit einschränkt.» Stationäre und mobile Impfzentren müssten reaktiviert und ausgeweitet werden.

Der Grünen-Abgeordnete mahnte zudem: «Im Übergang von alter zu neuer Regierung müssen wir in dieser brenzligen Lage gemeinsam kommunikations- und handlungsfähig sein.» Im Bundestag müsse an diesem Donnerstag daher «eine unmissverständliche Botschaft über den Ernst an der Lage» an die Bevölkerung gesendet werden. «Profilierungsversuche und gegenseitige Schuldzuweisungen sind vollkommen deplatziert.»

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden