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EU-Experten prüfen Zulassung von Moderna-Impfstoff für Kinder

12:01
10.11.2021
Die europäische Arzneimittelbehörde EMA prüft die Zulassung des Corona-Impfstoffes des Herstellers Moderna für kleinere Kinder. Ein entsprechender Antrag auf Erweiterung der Zulassung in der EU sei eingegangen, teilte die EMA am Mittwoch in Amsterdam mit. Die EMA rechnet mit einem Ergebnis in zwei Monaten. Bisher ist in der EU noch kein Corona-Impfstoff für Kinder unter 12 Jahre zugelassen. Das US-Unternehmen hatte den Antrag bereits zuvor angekündigt.

Der Moderna-Impfstoff Spikevax ist bisher in der EU zugelassen für Menschen ab 12 Jahren. Die Ständige Impfkommission (Stiko) teilte allerdings am Mittwoch mit, dass sie das Moderna-Mittel nicht mehr für Menschen unter 30 Jahre empfehle. Aktuelle Meldeanalysen zeigten, dass Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen in dieser Altersgruppe nach der Moderna-Impfung häufiger beobachtet würden als nach der Biontech-Impfung.

Moderna beantragte nun bei der Ema die Erweiterung auch für Kinder von sechs bis elf Jahren. Die Experten werden nun die Daten über Wirksamkeit und Verträglichkeit des Präparates beurteilen.

Die EMA prüft bereits einen Antrag der Hersteller Pfizer und Biontech auf Erweiterung der Zulassung ihres Impfstoffes auch für Kinder unter 12 Jahre. Die Behörde rechnet mit einer Entscheidung noch in diesem Jahr. Ob tatsächlich auch Kinder geimpft werden können, entscheiden aber die nationalen Behörden.

(dpa)

Polizeigewerkschaften zu Corona-Kontrolle: Nur Stichproben möglich

11:58
10.11.2021
Die Polizeigewerkschaften wollen die Behörden bei der Durchsetzung der Corona-Zutrittsregeln zwar unterstützen, sehen aber Schwierigkeiten. «Natürlich werden Polizei und Ordnungsbehörden notfalls die Regeln durchsetzen, die von der Politik auf demokratisch legitimierten Weg erlassen wurden», sagte der Vorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft Rainer Wendt dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Mittwoch. Es sei jedoch schwieriger zu kontrollieren, ob Menschen geimpft oder genesen (2G) beziehungsweise geimpft, genesen oder getestet (3G) seien, als beispielsweise Ausgangsbeschränkungen zu kontrollieren. «Häufig werden es auch nur Stichproben sein, die die Polizei machen kann», so Wendt. Tausende andere Polizistinnen und Polizisten würden dann andere Aufgaben weniger erfüllen können.

Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Oliver Malchow, verwies auf die Verantwortung der lokalen Behörden: «Für die Kontrollen sind zunächst einmal die Ordnungsämter, Gesundheitsämter und Gewerbeaufsichtsämter zuständig. Die Bürgermeister und Landräte stehen in der Verantwortung, die Maßnahmen auch durchzusetzen», so
Malchow zum RND. Die Polizei werde aber Amtshilfe leisten und bei stichprobenartigen Kontrollen unterstützen.

(dpa)

Experten: Online-Dating boomt auch nach Corona weiter

11:56
10.11.2021
In Lockdown-Zeiten boomten Online-Dating-Plattformen noch mehr als zuvor - und das wird aus Sicht von Experten auch nach der Corona-Pandemie so bleiben. «Die Zahl der Neuanmeldungen ist auch 2021 deutlich gestiegen - bei der Match-Gruppe, zu der beispielsweise "Tinder" und "OKCupid" gehören, hat dies gegenüber dem Vorjahr zu einer Umsatzsteigerung von rund 17 Prozent geführt», sagt die Psychologin Wera Aretz, die zum Thema Online-Dating forscht und Anfang des Jahres eine Studie dazu veröffentlichte, vor dem Welt-Singletag an diesem Donnerstag. «Dass Online-Dating ein fester Bestandteil im Leben vor allem vieler Singles geworden ist, das wird bleiben.»

Die Pandemie habe das Singleleben nachhaltig verändert, sagt der Psychotherapeut und Autor Wolfgang Krüger, der sich mit dem Single-Phänomen befasst und vor kurzem das Buch «Bindungsängste heilen» veröffentlicht hat. «Sie haben deutlich gespürt, dass es den Freundinnen und Freunden in einer Partnerschaft besser ging, obgleich auch dort Probleme auftraten. Insofern haben sie die Probleme des Single-Daseins deutlicher gespürt und die Sehnsucht nach Liebe ist gestiegen.» Krüger spricht von einem «Drama der Singles».

Der 11.11. wurde wegen der vielen Einsen im Datum zunächst in China zum Single-Tag erklärt, inzwischen ist er das weltweit. Etwa jeder dritte Deutsche zwischen 18 und 65 Jahren ist Single – insgesamt sind das fast 17 Millionen Menschen.

(dpa)

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