Letztes Update:
20211110050033
Kapitel

Dienstag, 9. November

Macron verschiebt Rentenreform wegen Corona-Krise abermals

19:47
09.11.2021
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron verschiebt wegen der Corona-Krise sein umstrittenes Vorhaben einer Rentenreform nochmals weiter in die Zukunft. Die Bedingungen für einen Start der Reform seien derzeit nicht gegeben, sagte Macron am Dienstagabend in einer Fernsehansprache. Damit wird es vor der Präsidentschaftswahl im April kommenden Jahres nicht mehr zu einer Reform kommen. Erwartet wird, dass sich Macron dann um eine zweite Amtszeit bemühen wird.

Der Präsident versicherte zugleich, grundsätzlich an der Rentenreform festzuhalten. Mit Blick auf das gegenwärtige Rentenalter fügte er hinzu, in Frankreich müssten die Menschen künftig länger arbeiten. Das komplizierte Rentensystem solle einfacher und gerechter werden. Nach wochenlangen Protesten war die Reform bereits schon einmal verschoben worden.

(dpa)

Drosten sieht «Notfallsituation» - neue Kontaktbeschränkungen?

19:04
09.11.2021
Der Virologe Christian Drosten sieht Deutschland bei Corona in einer «Notfallsituation» und hält neue Kontaktbeschränkungen für denkbar. «Wir müssen jetzt sofort etwas machen», sagte der Leiter der Virologie in der Berliner Charité am Dienstag im NDR-Podcast «Das Coronavirus-Update» zur aktuellen Corona-Lage in Deutschland.

Mittel- und langfristig sei der Ausweg aus der Pandemie klar: «Wir müssen die Impflücken schließen.» Das «ideelle Ziel» müsse «eine dreifach komplett durchgeimpfte Bevölkerung» sein. Darauf könne man angesichts volllaufender Intensivstationen aber nicht warten. Kurzfristig müsse man wieder Maßnahmen diskutieren, «die wir eigentlich hofften, hinter uns zu haben», sagte Drosten.

«Wir müssen also jetzt die Infektionstätigkeit durch Kontaktmaßnahmen wahrscheinlich wieder kontrollieren - nicht wahrscheinlich, sondern sicher», sagte der Virologe. Er erwartet einen sehr anstrengenden Winter «mit neuen, sagen wir ruhig: Shutdown-Maßnahmen». Maßnahmen wie 3G oder selbst 2G reichten vermutlich nicht aus, um angesichts der Delta-Variante die Zahl der Infektionen genug zu senken.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden