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20211011104818

Corona-Tests auch in der Schweiz jetzt kostenpflichtig

09:05
11.10.2021
Seit Montag gibt es Corona-Tests auch in der Schweiz für viele Menschen nicht mehr gratis. Die Kosten für einen Test sind je nach Anbieter sehr unterschiedlich. Antigen-Tests können 30 bis über 50 Franken (mehr als 46 Euro) kosten, PCR-Tests rund 150 Franken. Umsonst gibt es die Tests weiter unter anderem für unter 16-Jährige, für Erstgeimpfte und Menschen mit Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion oder solche, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können. Auch Programme mit regelmäßigen Tests in Schulen und bei Unternehmen bleiben gratis.

Seit Mitte September muss in Innenräumen von Restaurants, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie bei Veranstaltungen im Inneren ein Corona-Zertifikat gezeigt werden. Es belegt, dass die Person geimpft, genesen oder getestet ist (3G-Regel). Deutsche Zertifikate sind in der Schweiz anerkannt.

Da erst knapp 60 Prozent aller Menschen in der Schweiz bislang vollständig geimpft sind, hat die Regierung eine neue Impfinitiative begonnen. Dazu gehören 50 weitere mobile Einheiten, die das Impfen ohne Anmeldung dort anbieten, wo sich viele Menschen aufhalten. Der Gesundheitsminister hat vorgeschlagen, Leuten, die andere von einer Impfung überzeugen, mit einem Gutschein von 50 Franken (47 Euro) zu belohnen. Das lehnen aber die meisten Kantone als falschen Anreiz oder wegen der Gefahr des Missbrauchs ab.

(dpa)

Besuch von Nachtclubs und Großevents in Wales nur noch mit Impfpass

08:36
11.10.2021
In Wales gilt für den Besuch von Nachtclubs und Großveranstaltungen seit Montag die Pflicht zur Vorlage eines Impfpasses oder des Nachweises eines negativen Corona-Tests. Der Bildungsminister des britischen Landesteils, Jeremy Miles, sagte am Montag der BBC, die Regelung werde dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen und den Gesundheitsdienst im bevorstehenden Winter zu entlasten. Die Nachweise sind verpflichtend für über 18-Jährige.

Im Vereinigten Königreich sind alle Landesteile selbst für ihre Gesundheitspolitik verantwortlich. Mit der Maßnahme geht die Regierung von Wales weiter als die Zentralregierung in London, die für den größten Landesteil England zuständig ist. Dort lehnt eine Mehrheit in der regierenden Konservativen Partei die Einführung von Impfpässen bislang ab.

Das Parlament in Cardiff hatte am vergangenen Dienstag mit hauchdünner Mehrheit für die Einführung gestimmt. Der Pass muss vorgezeigt werden für Discos und Nachtclubs, bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen mit mindestens 500 und im Freien mit mindestens 4000 Teilnehmern sowie grundsätzlich bei Events mit mindestens 10 000 Menschen. Die Regierung will die Fälschung negativer Tests unter Strafe stellen.

(dpa)

Holetschek: "Impfen ist Weg aus der Pandemie, nicht Testen"

07:17
11.10.2021
Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat das Ende der kostenlosen Coronatests verteidigt. «Das Impfen ist der Weg aus der Pandemie, nicht das Testen», sagte er dem Bayerischen Rundfunk (BR24). «Wir haben jetzt die Möglichkeit des Impfens, dann glaube ich, ist es konsequent, auch auf der anderen Seite zu sagen, dass wir die Kostenfreiheit von bestimmten Tests zurückfahren und die nicht mehr zu Lasten der Solidargemeinschaft abrechnen.»

Mit Blick auf Herbst und Winter betonte Holetschek, die Pandemie sei noch nicht vorbei. Er appellierte an alle Ungeimpften, sich impfen zu lassen, um damit «einen Beitrag für sich selber, aber auch für die gesamte Gesellschaft zu leisten».

Die seit dem Frühjahr für alle Bürger kostenlos möglichen Corona-Schnelltests müssen jetzt meist selbst bezahlt werden. Generell gratis bleiben sie noch für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, darunter Kinder unter 12 Jahren. Das legt eine neue Bundesverordnung fest, die am Montag in Kraft tritt.

(dpa)

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