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Mehr als 600.000 Corona-Tote in Brasilien

06:30
09.10.2021
Brasilien hat die Marke von 600 000 Corona-Toten überschritten. Seit Beginn der Pandemie sind 600 425 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben, wie aus Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília am Freitagabend (Ortszeit) hervorgeht. Nur in den USA wurden bislang mehr Tote als in Brasilien registriert. Am Tag kommen in Brasilien derzeit rund 500 Tote dazu.

Seit Juni, als das Land insgesamt eine halbe Million Corona-Tote zählte, ist die tägliche Opferzahl auch wegen des Impf-Fortschritts zurückgegangen. Seit Beginn der landesweiten Impfkampagne im Januar sind nun fast 242 Millionen Impfdosen verabreicht worden. Über 45 Prozent der erwachsenen Brasilianer sind vollständig geimpft.

Nach den Vereinigten Staaten und Indien verzeichnet das größte und bevölkerungsreichste Land Lateinamerikas zudem mit fast 22 Millionen Fällen die meisten Infektionen. In Brasilien leben 210 Millionen Menschen; das Land ist 24 mal so groß wie Deutschland.

Der rechte Präsident Jair Bolsonaro hat das Coronavirus von Anfang an verharmlost und Schutzmaßnahmen sowie Einschränkungen abgelehnt. Auch den Sinn von Impfungen zieht er in Zweifel und hat mehrmals betont, dass er selbst noch nicht gegen Corona geimpft sei. Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss zum Corona-Krisenmanagement seiner Regierung läuft.

Mehrmals demonstrierten in den vergangenen Monaten Zehntausende gegen Bolsonaro. Am Freitag wurden am Strand der Copacabana in Rio de Janeiro - organisiert von der Nichtregierungsorganisation «Rio de Paz» - für die Corona-Opfer symbolisch 600 weiße Tücher aufgehängt.

(dpa)

Kapitel

Freitag, 8. Oktober

Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten geht weiter nach oben

17:27
08.10.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist in Baden-Württemberg weiter gestiegen. Wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Freitag (Stand: 16.00 Uhr) mitteilte, lag der Wert bei 82,8. Am Donnerstag hatte er 80,4 betragen, am Mittwoch 78,4.

Auch die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz kletterte von 2,13 auf nun 2,22. Sie gibt die Zahl der Corona-Patienten pro 100 000 Einwohner an, die innerhalb einer Woche in eine Klinik im Südwesten aufgenommen wurden. Neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ist der Wert ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt in der Regel aber höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor. Die Zahl der Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung betrug 199, das waren 8 mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 1685 auf 585 009. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 10 758 Menschen im Südwesten gestorben, das waren 26 mehr als am Vortag.

Eine erste Warnstufe gilt nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann brauchen Ungeimpfte negative PCR-Tests für viele öffentliche Veranstaltungen.

(dpa)

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