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20211006175752
Kapitel

Mittwoch, 6. Oktober

OECD sieht Corona-Überwindung und Klima-Krise als zentrale Fragen

17:57
06.10.2021
Die Überwindung der Corona-Pandemie sowie das Entwickeln von Strategien in der Klima-Krise sind aus Sicht der Industriestaaten-Organisation OECD die drängendsten Zukunftsfragen. Die wirtschaftliche Erholung nach der Corona-Krise verlaufe angesichts des weltweit unterschiedlichen Impffortschritts noch unausgewogen, sagte der Generalsekretär der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Mathias Cormann, am Mittwoch zum Abschluss des Ministerratstreffen der OECD in Paris. Das weltweite Impftempo müsse gesteigert werden. In einer Abschlusserklärung hieß es, die Produktionskapazitäten von Impfstoff müssten auch in den Entwicklungsländern gesteigert werden.

Das begonnene Jahrzehnt müsse im Zeichen des Klimaschutzes stehen, die CO2-Neutralität bis 2050 müsse erreicht werden, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu beschränken, hieß es in dem Abschlussdokument. Gleichermaßen seien öffentliche und private Investitionen erforderlich, um die Biodiversität zu erhalten und die Abholzung der Wälder zu stoppen.

(dpa)

Frankreich: Auffrischimpfung auch für Pflegepersonal angeraten

17:01
06.10.2021
Frankreichs oberste Gesundheitsbehörde hat eine Corona-Auffrischimpfung für Pflegepersonal empfohlen. Auch im Krankentransport und in weiteren medizinischen Diensten sollen Menschen der Empfehlung vom Mittwoch zufolge eine dritte Impfung gegen das Coronavirus erhalten können. Laut dem Schreiben könnten somit weitere 3,5 Millionen Menschen nach sechs Monaten eine weitere Impfdosis erhalten. Im September hatte Frankreich Auffrischimpfungen für Menschen in Altersheimen, mit Vorerkrankung und über 65 Jahren freigegeben.

Die Gesundheitsbehörde empfahl zudem, erwachsene Menschen im direkten Umfeld von Immungeschwächten mit einer dritten Impfdosis zu versorgen. So könnten die besonders gefährdeten Menschen besser geschützt werden, weil ihre eigene Immunantwort auf die Impfung oft eingeschränkt sei. Die Behörde geht davon aus, dass für eine solche Impfung etwa 350 000 bis 400 000 Menschen infrage kommen.

Dennoch betonte die Behörde, dass vorrangig die Impfung der Gesamtbevölkerung voranschreiten müsse. Besonders wichtig sei die Impfung älterer Menschen. Die Impfrate bei den über 80-Jährigen bleibe mit 84 Prozent unzureichend. In Frankreich sind knapp 73 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Politische Entscheidungen treffen kann die Behörde nicht. In der Regel folgt die französische Regierung aber ihren Empfehlungen.

(dpa)

Corona-Impf-Reihenfolge - Verfahren gegen Landrat eingestellt

17:01
06.10.2021
Das Disziplinarverfahren gegen den Landrat Hartmut Handschak wegen Verdachts des Verstoßes gegen die vorgegebene Impfreihenfolge ist eingestellt worden. Der Vorwurf habe sich nicht erwiesen, teilte das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt am Mittwoch mit. Nähere Angaben machte die Behörde dazu nicht.

Der parteilose Landrat des Saalekreises hatte nach bisherigen Angaben des Kreises am 31. Dezember 2020 eine Spritze erhalten - kurz nach Beginn der bundesweiten Impfkampagne. Zum damaligen Zeitpunkt war der Impfstoff knapp, es galt eine vom Bund festgelegte Priorisierung, vor allem für Ältere. Das Disziplinarverfahren war im Februar dieses Jahres eingeleitet worden.

Der Landrat, Jahrgang 1961, hatte seine Impfung in einem Zeitungsinterview damit begründet, er sei zu einem Beratungstermin in einer Klinik gewesen, die bereits damit begonnen hatte, ihre Beschäftigten zu impfen. Dabei sei eine Dosis übrig geblieben, für die es weder impfwillige Beschäftigte noch geeignete Patienten gegeben habe. Deshalb habe er das «Impfangebot» angenommen. Handschak räumte später ein, er würde so nicht mehr handeln.

(dpa)

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