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20211006153941

Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten sinkt weiter

15:39
06.10.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist in Baden-Württemberg weiter leicht gesunken. Wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Mittwoch (Stand: 16.00 Uhr) mitteilte, lag der Wert bei 78,4 (Dienstag: 78,7).

Gleiches gilt für die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz, die von 2,11 auf 1,98 zurückging. Sie gibt die Zahl der Corona-Patienten pro 100 000 Einwohner an, die innerhalb einer Woche in eine Klinik im Südwesten aufgenommen wurden. Neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ist der Wert ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt in der Regel aber höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor. Die Zahl der Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung betrug nach den Angaben vom Mittwoch 194.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 1926 auf 581 599. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 10 715 Menschen im Südwesten gestorben. Das waren acht mehr als am Vortag.

Eine erste Warnstufe gilt nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann brauchen Ungeimpfte negative PCR-Tests für viele öffentliche Veranstaltungen.

(dpa)

Gut jeder zweite Ungeimpfte in BaWü könnte umgestimmt werden

15:14
06.10.2021
In Baden-Württemberg könnten laut einer Befragung mehr als die Hälfte der Menschen, die nicht gegen Corona geimpft sind, doch noch zu einer Impfung umgestimmt werden. Dies geht aus einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Kantar im Auftrag des Sozialministeriums in Stuttgart hervor. Kantar befragte von 2. bis 14. September landesweit 2929 Personen, darunter 387 Ungeimpfte.

«Es kam heraus, dass wir mehr als die Hälfte der derzeit Ungeimpften von einer Impfung überzeugen können. 33 Prozent der Ungeimpften zögern, 14 Prozent sind unsicher und zwölf Prozent sind impfbereit. Unter allen Befragten haben wir rund zehn Prozent eindeutige Impfgegner», sagte Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) der «Heilbronner Stimme» und dem «Südkurier» (Donnerstag).

Die Ungeimpften gaben in der Studie an, dass sie sich am ehesten von geimpften Personen aus dem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis überzeugen ließen. Auch von eigenen Ärzten könnten sie überzeugt werden, sich impfen zu lassen, so Lucha.

Am Schlechtesten schneiden die Politik und die Medien in der Befragung ab. «Von ihnen wollen sich Ungeimpfte eher nicht überzeugen lassen», sagte Lucha. Die Impfskeptiker, die man noch überzeugen wolle, verfolgten oft die klassischen Nachrichten nicht. «Daher müssen wir mehr Online-Formate anbieten, um hier mehr Menschen abseits der gängigen Informationskanäle zu erreichen», erklärte Lucha.

(dpa)

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