Letztes Update:
20211005164928

Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten sinkt weiter

16:49
05.10.2021
Die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen ist in Baden-Württemberg weiter leicht gesunken. Wie das Landesgesundheitsamt in Stuttgart am Dienstag (Stand: 16.00 Uhr) mitteilte, lag der Wert bei 78,7 nach 80,4 am Vortag. Gleiches gilt für die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz, die von 2,2 etwas auf 2,11 zurückging. Sie gibt die Zahl der Corona-Patienten pro 100 000 Einwohner an, die innerhalb einer Woche in eine Klinik im Südwesten aufgenommen wurden. Neben der Zahl der Covid-19-Patienten in Intensivbehandlung ist der Wert ausschlaggebend für mögliche strengere Maßnahmen - vor allem für Ungeimpfte.

Die aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen liegt in der Regel aber höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen. Die vollständigen Werte liegen oft erst nach ein bis zwei Wochen vor. Die Zahl der Corona-Patienten in intensivmedizinischer Behandlung betrug nach den Angaben vom Dienstag 193. 111 oder knapp 58 Prozent davon wurden künstlich beatmet, wie die Stuttgarter Behörde mitteilte.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 2147 auf 579 673. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 10 707 Menschen im Südwesten gestorben. Das waren zehn mehr als am Vortag.

7 268 999 Menschen in Baden-Württemberg sind mindestens einmal geimpft, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts hervorgeht, auf die das Landesgesundheitsamt verweist. Das entspricht einer Quote von 65,5 Prozent. Geimpft werden kann man ab zwölf Jahren. 6 985 615 Menschen oder 62,9 Prozent gelten als vollständig geimpft. Außer bei dem Wirkstoff von Johnson & Johnson sind hierfür zwei Spritzen nötig.

Eine erste Warnstufe gilt nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann brauchen Ungeimpfte negative PCR-Tests für viele öffentliche Veranstaltungen.

(dpa)

Corona und Grippe - Spahn und Wieler bereiten auf Herbst vor

15:59
05.10.2021
Der befürchtete Anstieg an Corona- und Grippe-Infektionen im Herbst und Winter rückt an diesem Mittwoch in Berlin in den Blick. Dazu treten Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar H. Wieler, am Vormittag (10.00 Uhr) gemeinsam vor die Öffentlichkeit. Im Zentrum soll das Thema Impfen stehen.

Das RKI hatte in seinem jüngsten Wochenbericht eine Zunahme bei den Corona-Zahlen vorhergesagt. Als Gründe nannte das RKI, dass es noch immer eine große Zahl ungeimpfter Menschen gebe und Kontakte in Innenräumen im Herbst zunähmen. Zudem fürchten Ärzte eine Grippewelle. Derzeit gibt es bereits eine Häufung an Atemwegsinfekten bei Minderjährigen. Ärzte berichten davon, dass nun Infekte nachgeholt würden, die es wegen des teilweisen Lockdowns im vergangenen Winter und Frühjahr nicht gegeben habe.

In der Hochphase der Corona-Pandemie waren Spahn und Institutschef Wieler teils im Wochenrhythmus miteinander aufgetreten. Mit dabei ist dieses Mal der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens. Die Stiko hatte im September eine Empfehlung herausgegeben, nach der Impfungen gegen Corona und Grippe an einem Termin erfolgen können. Geraten wird zu einem Zeitpunkt ab Oktober.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden