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Covid-Fälle auf Intensivstationen steigen rapide

17:53
21.10.2021
Nach der Stagnation der Fallzahlen in den vergangenen Wochen gibt es wieder einen deutlichen Anstieg der Corona-Neuinfektionen. Zudem stieg die Zahl der Covid-Fälle auf den Intensivstationen binnen eines Tages um 15 weitere Infizierte auf 222, wie das Landesgesundheitsamt am Donnerstag (Stand: 16.00 Uhr) mitteilte. «Die Ärzteschaft auf den Intensivstationen ist in Habachtstellung, die Zahl der Patientinnen und Patienten dort steigt derzeit kontinuierlich und könnte schon Ende kommender Woche den kritischen Wert von 250 erreichen», erklärte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) dazu in Stuttgart.

Die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz lag bei 3,4 und ist im Vergleich zum Donnerstag vor einer Woche stark gestiegen - das ist die Zahl der Menschen, die pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche mit Corona-Symptomen in eine Klinik kommen.

Eine erste Warnstufe gilt nach der aktuellen Corona-Verordnung des Landes, sobald 250 Intensivbetten mit Covid-19-Patienten belegt sind oder 8 von 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen mit Corona-Symptomen in eine Klinik gebracht wurden. Dann brauchen Ungeimpfte negative PCR-Tests für viele öffentliche Veranstaltungen. Allerdings ist die tatsächliche aktuelle Zahl der Klinikeinweisungen in der Regel höher als in der Hospitalisierungsinzidenz ausgewiesen, weil die vollständigen Werte oft erst nach ein bis zwei Wochen vorliegen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg liegt bei 122,9 (Mittwoch: 114,2/Dienstag: 103,3). Der Wert gibt an, wie viele neue Infektionen mit dem Coronavirus pro 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche den Behörden gemeldet wurden.

Die Zahl der bestätigten Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie stieg um 2998 auf 608 242. Im Zusammenhang mit dem Virus sind 10 873 Menschen im Südwesten gestorben - das sind 14 mehr als am Vortag.

(dpa)

Neue Corona-Beschränkungen in Estland ab Montag

16:20
21.10.2021
Angesichts steigender Corona-Neuinfektionszahlen führt Estland wieder strengere Regeln ein. In dem baltischen EU-Land gelten nach einem Beschluss der Regierung ab dem 25. Oktober die 2G-Regel in vielen Bereichen und eine verschärfte Maskenpflicht. Veranstaltungen dürfen dann fast ausschließlich nur noch von Geimpften oder Genesenen besucht werden. Dasselbe gilt für gastronomische Betriebe, Freizeit-, Kultur-, Unterhaltungs- und Sportstätten. Ein negativer Corona-Test reicht zur Teilnahme oder zum Zutritt nicht mehr aus.

Zugleich wird die Maskenpflicht verstärkt: Einzelhändler und Dienstleister müssen sicherstellen, dass ihre Geschäftsräume nur noch mit Schutzmaske betreten werden. Das Bedecken von Mund und Nase mit einem Schal oder einem Tuch sei dabei nicht mehr zulässig. Dringend empfohlen werde die Verwendung von medizinischen Masken, hieß es in der Mitteilung der Staatskanzlei. Die neuen Regeln gelten zunächst bis 10. Januar 2022. Die Regierung verschärfte zudem die Quarantäne- und Testvorgaben in Schulen und für außerschulische Aktivitäten.

In Estland sind die Corona-Zahlen zuletzt deutlich gestiegen. In den vergangenen 14 Tagen wurden nach offiziellen Angaben 1167,1 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner registriert. In dem Baltenstaat mit 1,2 Millionen Einwohnern sind gut 55 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft.

(dpa)

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