Letztes Update:
20211020123152

Studierende im Südwesten bekommen mehr Zeit für Uni-Prüfungen

12:31
20.10.2021
Studierende in Baden-Württemberg erhalten wegen der Corona-Pandemie noch einmal mehr Zeit für ihre Prüfungen und das Studium. Der Landtag beschloss am Mittwoch auf Antrag der Koalitionsfraktionen Grüne und CDU die Prüfungsfristen an den Hochschulen weiter zu verlängern. Damit sollen Verzögerungen im bereits begonnenen Wintersemester ausgeglichen werden können. Die Regelung soll auf die Studienanfängerinnen und Studienanfänger des Sommersemesters 2021 und des Wintersemesters 2021/2022 ausgedehnt werden.

Das Parlament hatte die Prüfungsfristen zuvor schon pauschal um das Sommersemester 2020 und das Wintersemester 2020/2021 verlängert. Nach dem Beschluss von Mittwoch verlängern sie sich für das laufende Sommersemester und das Wintersemester 2021/22 nun um maximal drei Semester. Zudem kann das Ministerium die Fristen noch einmal verlängern, sollte dies aufgrund der Pandemie notwendig sein.

An den meisten Universitäten hat der Studienbetrieb am vergangenen Montag begonnen. Nach Angaben des Ministeriums sollen deutlich mehr als 50 Prozent der Veranstaltungen in Präsenz stattfinden. Einige Hochschulen für Angewandte Wissenschaften bieten demnach sogar bis zu 95 Prozent mit persönlicher Anwesenheit an. In die Veranstaltungen dürfen nur genesene, geimpfte oder getestete Studierende.

(dpa)

Dramatische Corona-Lage in Rumänien

12:30
20.10.2021
In Rumänien verschärft sich die Corona-Notlage, weil das Gesundheitswesen kaum noch mit der Versorgung einer steil anwachsenden Zahl von Patienten fertig wird. Am Mittwoch sei die Sterberate durch das Coronavirus weltweit am höchsten gewesen: 19,01 pro eine Million Einwohner, errechnete das Portal «ourworldindata.org». Die 14-Tage-Inzidenz von rund 859 Neuansteckungen gehört EU-weit zu den höchsten. Staatspräsident Klaus Iohannis wollte am Mittwochabend gemeinsam mit der Regierung verschärfte Vorsichtsmaßnahmen beschließen.

Allein in den vergangenen 24 Stunden sind in Rumänien mehr Menschen an oder mit Corona gestorben als in der gesamten EU im selben Zeitraum: 574. Im Bukarester Universitätsklinikum gab es deswegen zeitweise sogar im Kühlraum der Leichenhalle keinen Platz mehr.

Die Bukarester Ärztin Victoria Arama beschrieb die Situation als «apokalyptisch». Covid-Patienten würden sich auf den Klinik-Korridoren gegenseitig wegschubsen, um an Sauerstoffgeräte zu kommen, sagte sie laut Medienberichten.

1799 Corona-Patienten werden derzeit landesweit intensivmedizinisch behandelt - zum Teil auf Krankenhausfluren, in Containern, Zelten und Krankenwagen. Es gibt nur 1668 Plätze in Intensivstationen. 30 schwer kranke Patienten hat Rumänien bereits ins Nachbarland Ungarn geschickt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat Hilfen für Krankenhaus-Ausstattung versprochen sowie Beratung der Kommunikatoren zur Förderung der Impfbereitschaft, die in Rumänien zu den niedrigsten in der EU gehört. Nur 34,8 der Rumänen haben den vollen Impfschutz. Als mitverantwortlich dafür gelten Verschwörungstheoretiker in Medien, Showbusiness und der rumänisch-orthodoxen Kirche.

Zugleich werden Vorsichtsregeln nur lückenhaft überwacht. Jüngst hielt die bürgerliche Regierungspartei PNL in Anwesenheit des Staatschefs Iohannis einen Parteitag mit 5000 Delegierten ab. Die Polizei verhängte nachher für PNL ein Bußgeld wegen Verletzung der Abstandsregeln und Maskenpflicht.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden