Letztes Update:
20211019093322

Betrüger wollten gefälschten Impfausweis an Zivilpolizei verkaufen

09:02
19.10.2021
Bei dem Versuch, einem Zivilpolizisten einen gefälschtem Impfpass zu verkaufen, sind zwei Betrüger in Essen festgenommen worden. Der 29-Jährige und sein 21 Jahre alter Komplize boten dem Beamten auf einem Supermarktparkplatz zwei Impfausweise mit Covid-Aufklebern an, wie die Polizei am Dienstag berichtete. Durch einen Zeugen waren die Einsatzkräfte auf ein entsprechendes Online-Angebot der Männer aufmerksam geworden und zu dem Parkplatz gefahren. Um die Qualität der Pässe zu beweisen, habe der 29-Jährige dort Chatverläufe von vermeintlich zufriedenen Kunden gezeigt, hieß es weiter.

Die beiden Männer wurden vorläufig festgenommen. In deren Auto und Wohnungen entdeckten Beamte unter anderem weitere gefälschte Impfausweise und auch einen Stempel mit der Aufschrift «Impfzentrum Essen». Nach dem Einsatz am Freitag durften die Männer den Polizeigewahrsam wieder verlassen. 

(dpa)

Studie: Memes gegen Corona-Stress?

06:26
19.10.2021
Witzige Memes könnten Menschen dabei helfen, den mit der Corona-Pandemie verbundenen Stress besser zu bewältigen. Das legt eine US-Studie über die Wirkung dieser lustig beschrifteten Bildchen nahe, die im Fachblatt «Psychology of Popular Media» veröffentlicht ist.

«Als sich die Pandemie immer weiter hinzog, wurde es für mich zunehmend interessanter, wie die Menschen die sozialen Medien und insbesondere Memes nutzten, um über die Pandemie nachzudenken», sagte die Hauptautorin Jessica Myrick von der Penn State University. Sie und ihr Team befragten im Dezember vergangenen Jahres 748 Menschen online, um herauszufinden, ob das Betrachten unterschiedlicher Memes Emotionen, Ängste, Informationsverarbeitung und Bewältigung der Corona-Krise beeinflusst. Dafür sammelten die Forscherinnen auf einschlägigen Plattformen Hunderte beliebte Memes und teilten diese in verschiedene Kategorien ein, so etwa danach, ob sich die Bildunterschrift auf Covid-19 bezog oder nicht.

Dann bekamen die Probanden nach dem Zufallsprinzip unterschiedliche Memes oder aber zur Kontrolle verschiedene Arten bilderloser Texte zu sehen. Die Forscherinnen untersuchten, wie niedlich und lustig die Studienteilnehmer die gesehenen Medien fanden, über welche Emotionen sie berichteten und wie gewappnet sie sich für den Umgang mit der Pandemie fühlten. Dabei fanden sie heraus, dass Menschen, die sich Memes ansahen ein höheres Maß an Humor und positivere Emotionen zeigten als andere, was indirekt mit einer Verringerung des Stresses im Zusammenhang mit der Pandemie einherging. Probanden, die Memes mit Bildunterschriften zu Covid-19 anschauten, hatten sogar eine höhere Wahrscheinlichkeit, weniger Stress wegen der Pandemie zu empfinden als solche, die Memes mit Bildunterschriften zu anderen Themen anschauten. 

(dpa)

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