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20211014114031

Corona-Pandemie und Lieferengpässe bremsen Wirtschaft

10:56
14.10.2021
Führende Wirtschaftsforschungsinstitute haben ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr heruntergeschraubt. Die Institute rechnen mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland um 2,4 Prozent, wie sie am Donnerstag mitteilten. Im Frühjahr hatten die Wirtschaftsinstitute noch erwartet, dass nach dem coronabedingten Einbruch der Wirtschaft 2020 das Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um 3,7 Prozent zulegt.

Die wirtschaftliche Lage in Deutschland sei nach wie vor von der Corona-Pandemie gekennzeichnet, hieß es. Eine vollständige Normalisierung «kontaktintensiver Aktivitäten» sei kurzfristig nicht zu erwarten. Es sei davon auszugehen, dass im Winter die Aktivität im Dienstleistungsbereich auch bei geringem Infektionsgeschehen unter dem sonst üblichen Niveau bleiben werde. Außerdem behinderten Lieferengpässe die Industrie. Im Verlauf des Jahres 2022 dürfte die deutsche Wirtschaft wieder die Normalauslastung erreichen.

Laut Prognose der Institute steigt das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 4,8 Prozent. In ihrer Frühjahrsprognose gingen die Institute von einem Plus um 3,9 Prozent für das nächste Jahr aus.

Die Institute rechnen außerdem mit einem Anstieg der Verbraucherpreise um 3 Prozent im laufenden Jahr und um 2,5 Prozent im Jahr 2022. Gestiegene Energiepreise hatten die Inflation in Deutschland zuletzt weiter angeheizt. Im September kletterten die Verbraucherpreise gegenüber dem Vorjahresmonat um 4,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch mitgeteilte hatte.

Weiter hieß es in der Prognose, das Defizit der öffentlichen Haushalte dürfte von 4,9 Prozent in Relation zum Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr auf 2,1 Prozent im kommenden Jahr zurückgehen.

Die sogenannte Gemeinschaftsdiagnose der Institute wird zweimal im Jahr erstellt, im Frühjahr sowie im Herbst - und zwar vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung, dem Ifo-Institut, dem Institut für Weltwirtschaft, dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle und dem RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Essen.

(dpa)

Ab 29. Oktober dürfen Fans uneingeschränkt ins Saarbrücker Stadion

10:38
14.10.2021
Der 1. FC Saarbrücken darf vom 29. Oktober an als erster deutscher Proficlub wieder Fußballfans ohne jegliche Einschränkungen ins Stadion lassen. Der Verein profitiert dabei von den Erleichterungen bei der Corona-Verordnung im Saarland. Die Saarbrücker Staatskanzlei hatte angekündigt, dass ab diesem Datum für Veranstaltungen an der freien Luft keine coronabedingten Beschränkungen mehr gelten. Auch die 3G-Regelung, wonach nur Genesene, Geimpfte oder Getestete zugelassen werden, muss dann nicht mehr eingehalten werden.

Ausgerechnet im Derby gegen den Südwestrivalen 1. FC Kaiserslautern am 6. November darf das Ludwigsparkstadion dann wieder ohne Einschränkungen gefüllt werden. Beim nächsten Heimspiel des 1. FC Saarbrücken am 23. Oktober gegen den TSV 1860 München gilt aber noch die 3G-Regel. Zuletzt war für die Saarbrücker die Begrenzung der Kapazität von 6400 Zuschauern weggefallen.

«Das ist für unsere Fans eine richtig gute Nachricht», sagte FCS-Pressesprecher Peter Müller der «Saarbrücker Zeitung» (Donnerstag). Die neue Freiheit bedeute für den Verein zudem eine ganz erhebliche Entlastung bei der Organisation.

Sei dem 1. Oktober sind im Saarland praktisch alle Einschränkungen für geimpfte, genesene und getestete Menschen weggefallen. Volle Kinosäle, Tanzen in Clubs und Restaurantbesuche ohne Maske und ohne Abstand: All das ist seitdem wieder möglich. Auch am Arbeitsplatz in geschlossenen Räumen gibt es keine Maskenpflicht mehr, wenn alle einen 3G-Nachweis vorlegen.

(dpa)

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