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Singapur empfängt geimpfte Reisende aus Deutschland ohne Quarantäne

11:38
08.09.2021
Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie können Touristen aus Deutschland seit Mittwoch wieder quarantänefrei Singapur besuchen: Voraussetzungen sind eine vollständige Impfung gegen das Coronavirus und ein negativer PCR-Test. Eine Maschine der Singapore Airlines aus Frankfurt landete am frühen Abend (Ortszeit) auf dem Changi Airport. Der südostasiatische Stadtstaat hatte Mitte August angekündigt, ab September Besucher mit vollständigem Impfschutz aus Deutschland und dem Sultanat Brunei zu empfangen.

Singapur hatte im vergangenen Jahr Reisekorridore mit einigen Staaten eingerichtet, darunter Neuseeland, Australien, Vietnam und China - jedoch galten strenge Quarantänebestimmungen. Der Staat südlich vor Malaysia hat etwa 5,7 Millionen Einwohner. Bislang wurden weniger als 70 000 Corona-Fälle verzeichnet, 55 Menschen starben in Verbindung mit Covid-19. Mittlerweile sind 80 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft.

(dpa)

RKI-Chef warnt vor heftiger vierter Welle

10:35
08.09.2021
Der Präsident des Robert Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, hat vor einer heftigen vierten Corona-Welle im Herbst gewarnt. «Wenn wir die aktuellen Impfquoten nicht drastisch steigern, dann kann die aktuelle vierte Welle im Herbst einen fulminanten Verlauf nehmen», sagte Wieler am Mittwoch in Berlin. «Die Pandemie ist noch nicht vorbei.» Schon jetzt steige die Zahl der Menschen, die im Krankenhaus behandelt werden müssten – insbesondere auch bei jüngeren Menschen. Die allermeisten von ihnen seien ungeimpft.

Je mehr Menschen sich impfen ließen, desto weniger schlimm verlaufe die vierte Welle und desto früher sei die Pandemie beendet, betonte der RKI-Chef. «Es liegt in unseren eigenen Händen, viele schwere Verläufe und auch Todesfälle zu verhindern.» Das Risiko, mit einer Corona-Infektion ins Krankenhaus zu müssen, sei bei Geimpften derzeit zehnmal geringer als bei Ungeimpften.

Laut Schätzungen des RKI seien durch Impfungen zwischen Januar und Juli etwa 77 000 Krankenhausaufenthalte und rund 20 000 Fälle auf Intensivstationen verhindert worden. Das sei ein «wirklich großartiger Erfolg der Impfung», sagte Wieler. Schätzungsweise hätten Impfungen in dem Zeitraum über 700 000 Infektionsfälle vermieden.

«Was uns wirklich allen klar sein muss: Wer sich nicht impfen lässt, wird sich auf absehbare Zeit mit Sars-CoV-2 infizieren», warnte Wieler. Er betonte: «Alle, die sich impfen lassen können, sich aber noch nicht haben impfen lassen: Bitte lassen Sie sich impfen. Und das gilt für alle Menschen in unserem Land, die älter als zwölf Jahre sind.»

(dpa)

Handel warnt vor Belastungen durch neue Coronaverordnung

10:09
08.09.2021
Der Handelsverband hat die grün-schwarze Landesregierung vor möglichen neuen Auflagen im Zuge der geplanten Coronaverordnung gewarnt. Die wirtschaftliche Lage sei nach wie vor düster, die Umsätze im Einzelhandel seien rückläufig, sagte Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbands Baden-Württemberg (HBW), am Mittwoch in Stuttgart. «In dieser Situation hätten neuerliche Auflagen für den Handel fatale Konsequenzen bis hin zum finanziellen Kollaps zahlreicher Geschäfte.»

Besonders die Sorge vor Einlass- und Nachweiskontrollen treiben laut Hagmann den Handel um. Auf der einen Seite seien solche Kontrollen mit einem hohen Personal- und dadurch auch mit einem hohen Kostenaufwand verbunden. Auf der anderen Seite würden sich vor den Geschäften Schlangen bilden, die Kundinnen und Kunden von einem Besuch im stationären Einzelhandel abschreckten und in die Arme der Onlinehändler trieben, warnte der Verband.

(dpa/lsw)

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