Letztes Update:
20210908094619

Gewerkschaften gegen Auskunftspflicht zu Impfschutz in Betrieben

09:46
08.09.2021
Arbeitnehmer sollten nach Meinung der Gewerkschaften IG Metall und IG BCE nicht gezwungen werden, ihren Corona-Impfstatus dem Arbeitgeber offenzulegen. Man erteile der von Arbeitgeberseite geforderten allgemeinen Auskunftspflicht eine klare Absage, teilten die Gewerkschaftschefs Jörg Hofmann und Michael Vassiliadis am Mittwoch gemeinsam mit. Man halte es aber für sinnvoll, dass die Beschäftigten ihren jeweiligen Status den Arbeitgebern freiwillig offenlegten. Auch riefen die beiden Gewerkschaften alle Beschäftigten auf, sich impfen zu lassen.

Aus gewerkschaftlicher Sicht sollten die Arbeitgeber weiterhin kostenlose Tests zur Verfügung stellen, damit auch Ungeimpfte diskriminierungsfrei ihrer Arbeit nachgehen könnten. Diese 3G-Lösung sei der richtige Weg. Einen 2G-Zugang ausschließlich für Geimpfte und Genesene lehnten die Gewerkschaften ab. «Den Beschäftigten muss es weiterhin möglich sein, auch durch Tests nachzuweisen, dass sie niemanden gefährden. Die betrieblichen Hygienekonzepte unterliegen der Mitbestimmung», erklärte IG-Metall-Chef Hofmann.

(dpa)

Co-Trainer der deutschen Dressur-Mannschaft in Corona-Quarantäne

09:45
08.09.2021
Die deutschen Dressurreiterinnen müssen bei der Heim-Europameisterschaft auf die Unterstützung von Co-Trainer Jonny Hilberath verzichten. Der 66-Jährige aus dem niedersächsischen Abbendorf befinde sich in Corona-Quarantäne, erklärte Equipe-Chef Klaus Roeser am Mittwoch in Hagen am Teutoburger Wald. Hilberath habe trotz doppelter Impfung ein positives Testergebnis gehabt.

(dpa)

Spahn erneuert Impfappell

09:45
08.09.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat erneut an die Bevölkerung appelliert, sich gegen Corona impfen zu lassen. «Jede einzelne Impfentscheidung entscheidet auch darüber, wie sicher wir gemeinsam durch Herbst und Winter kommen», sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. Spahn verwies darauf, dass auf Intensivstationen momentan vor allem nicht geimpfte Menschen wegen Covid-19 behandelt würden. «Es geht darum, dass das Gesundheitswesen nicht überlastet wird.» Die Zahl der Ungeimpften sei noch zu groß. Auf diesem Stand könne nicht sichergestellt werden, dass es nicht wieder zu einer sehr starken Be- oder Überlastung komme.

Zu Fragen nach einem möglichen erneuten Lockdown, die ihm oft gestellt würden, sagte Spahn: «Die Debatte muss doch andersherum gehen: Wir haben das Mittel in der Hand, uns zurück in Freiheit und Normalität zu impfen». Man sei schon ein ganzes Stück vorangekommen, «aber wir müssen eben noch einige, viele weitere überzeugen, diesen Weg mit uns zu gehen.»

66 Prozent der Bevölkerung sind Spahns Angaben zufolge mindestens einmal geimpft, 61,6 Prozent hätten vollen Impfschutz, wie der Minister auf Twitter schrieb. Deutschland ist nach seiner Einschätzung im Vergleich zu anderen Ländern besser durch die vergangenen eineinhalb Jahre der Pandemie gekommen. «Das Vereinigte Königreich hat auf die Bevölkerung bezogen mehr als doppelt so viele Todesfälle wie Deutschland», sagte er.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden