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DEL-Chef Tripcke fordert Fortführung der Corona-Staatshilfen

08:59
08.09.2021
Die Deutsche Eishockey Liga fordert die Fortsetzung der Corona-Staatshilfen über das Jahresende hinaus. «Wenn Beschränkungen bei den Zuschauern bleiben, wäre es wichtig, dass die Hilfen bis Saisonende 2021/22 weitergezahlt werden», sagte DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke der «Sport Bild» (Mittwoch).

Für die Jahre 2020 und 2021 soll jeder Club bis zu 1,8 Millionen Euro für ausgefallen Ticketeinnahmen aufgrund des Lockdowns in der Coronavirus-Pandemie erhalten. Die Unterstützung läuft zum Jahresende aus. «Außerdem hoffen wir, dass auch die bisherige Obergrenze von 1,8 Millionen Euro pro Club noch einmal angehoben wird. Der vom Bund zur Verfügung gestellte Topf würde definitiv reichen», sagte Tripcke.

In der am Donnerstag beginnenden Saison sind wieder Zuschauer mit unterschiedlichen Auslastungsgrenzen in den Hallen vorgesehen. Die Spannbreite liegt zum Start zwischen 1351 Zuschauern in Wolfsburg und bis zu 11 400 in Köln. Aufgrund der nach wie vor unsicheren Lage konnten die Clubs ihre Saison aber nicht mit einem verlässlichen Zuschauerschnitt durchplanen.

«Generell ist aber auch anzumerken, dass die Sorgen bei weitem nicht weg sind. Diese sind erst dann überwunden, wenn wir wieder ohne Zuschauerbeschränkungen arbeiten können», sagte Adler Mannheims Geschäftsführer Daniel Hopp der Deutschen Presse-Agentur.

Dennoch verpflichteten unter anderem vor allem auch die Adler wieder im großen Stil neue Spieler. Angesichts der gleichzeitigen Forderung nach weiteren Staatshilfen sieht Tripcke indes kein Glaubwürdigkeitsproblem. «Das Preis-Leistunsgverhältnis auf dem Markt ist ein anderes. Die Preise sind herunter gegangen», sagte Tripcke der dpa, gab indes aber zu, dass an einigen Standorten «die Gesellschafter mehr für so etwas» aufkämen.

(dpa)

GEW will Schüler auch mit einem «Döner-Gutschein» zum Impfen bringen

08:29
08.09.2021
Der Weg zur Impfung kann nach Einschätzung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) auch über Appetit und Magen gehen. Um die Impfquote bei den Schülerinnen und Schülern im Südwesten zu erhöhen, seien Kreativität und Ideen des Gesundheitsministeriums um Minister Manne Lucha (Grüne) gefragt. «Wie wäre es zum Beispiel mit einem Lucha-Schüler*innen-Döner-Gutschein für jede geimpfte Person ab zwölf Jahren?», schlägt die GEW-Landeschefin Monika Stein vor.

Es reiche nicht, wenn die Schulleitungen vom Kultusministerium Internet-Links zum Thema Impfen zugesandt bekämen, sagte sie vor einer Pressekonferenz der Bildungsgewerkschaft an diesem Mittwoch (10.00 Uhr). Sie empfiehlt zudem leicht verständliche Flugblätter zum Impfen für Jugendliche und deren Eltern an den weiterführenden Schulen. Diese könnten am ersten Schultag verteilt werden.

Bei den Lehrkräften in Kitas und Schulen geht die GEW derzeit von einer Impfquote von 80 bis 95 Prozent aus. Dennoch sei man von Normalität in den Klassenzimmern der 4500 Schulen noch weit entfernt, sagte Stein. An den Schulen im Südwesten braucht es laut GEW zudem noch mehr Luftreinigungsgeräte. Die Bildungsgewerkschaft fordert auch PCR-Tests als Standard und mobile freiwillige Impfangebote der Schulträger.

(dpa/lsw)

Menschen im Norden Englands härter von Corona-Pandemie betroffen

08:28
08.09.2021
Die Menschen im Norden Englands sind einer Untersuchung zufolge bislang härter von der Corona-Pandemie betroffen als der Rest ihrer Landsleute. Sie verbrachten im Schnitt rund anderthalb Monate mehr in Lockdowns, hatten mehr psychische Leiden sowie ein größeres Risiko, an Covid-19 zu sterben, wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Auswertung der Northern Health Science Alliance hervorgeht.

Die Sterberate an Covid-19 lag im Norden demnach 17 Prozent höher als im Rest des größten britischen Landesteils, in Pflegeheimen sogar 26 Prozent höher. Da die Corona-Lockdowns in England zeitweise abhängig von der regionalen Infektionslage verhängt wurden, verbrachten die Menschen im Norden Englands durchschnittlich 41 Tage länger unter harten Beschränkungen. Die Studienautoren führen die Unterschiede zu großen Teilen auf eine größere Armut in der Region sowie einen schlechteren Gesundheitszustand der Bürgerinnen und Bürger bereits vor dem Ausbruch der Pandemie zurück.

«Die Pandemie hat uns alle auf verschiedene Weise hart getroffen, aber unser Bericht zeigt, dass Menschen im Norden mit deutlich größerer Wahrscheinlichkeit zu den am härtesten getroffenen gehören, sowohl in Bezug auf Gesundheit als auch auf Wohlstand», sagte der Forscher Luke Munford von der Universität Manchester. Investitionen in die Gesundheitsversorgung der Region seien dringend notwendig.

(dpa)

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