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20210901121153

Schweiz verzichtet zunächst auf schärfere Corona-Schutzmaßnahmen

12:11
01.09.2021
Trotz hoher Corona-Neuinfektionszahlen will die Schweizer Regierung die Schutzmaßnahmen vorerst nicht verschärfen. «Die Zahl der Spitaleinweisungen von Corona-Patientinnen und -Patienten ist weiterhin hoch, hat in der letzten Woche aber nicht mehr zugenommen», teilte die Regierung am Mittwoch mit. Es zeichne sich eine Stabilisierung der Infektionszahlen ab. Zudem ließen sich wieder mehr Menschen impfen. Deshalb werde von einer Verschärfung vorerst abgesehen. Im Raum stand etwa, Besuche in Restaurants oder Fitnesscentern nur noch für Geimpfte, Genesene oder Getestete zuzulassen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz lag in der Schweiz zuletzt bei mehr als 200. Zum Vergleich: In Deutschland lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen laut Robert Koch-Institut am Mittwoch bei 75,7.

(dpa)

Stiko plant zeitnahe Empfehlung für Auffrischungsimpfungen

11:24
01.09.2021
Die Ständige Impfkommission (Stiko) plant in der Corona-Pandemie eine zeitnahe Empfehlung zu Auffrischungsimpfungen für Senioren und Immungeschwächte. Die Aufarbeitung der vorliegenden Daten sei in vollem Gange, sagte Stiko-Chef Thomas Mertens am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Lange werde es nicht mehr dauern, auf ein genaues Datum für die Empfehlung könne er sich aber noch nicht festlegen.

Geplant sei auch eine Aktualisierung der Empfehlung für Schwangere, wenn die Datenaufarbeitung bei der Stiko in diesem Bereich voranschreite. Bisher ist die Empfehlung für Schwangere stark eingeschränkt: Sie gilt nur für Frauen mit Vorerkrankungen und einem hohen Risiko für eine schwere Covid-19-Erkrankung oder für Frauen mit einem erhöhten Ansteckungsrisiko aufgrund ihrer Lebensumstände. Nach einer Nutzen-Risiko-Abwägung und nach ausführlicher ärztlicher Aufklärung kann diesen Gruppen seit Mai eine Impfung mit einem mRNA-Impfstoff ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel angeboten werden.

Für Kinder unter 12 Jahren gibt es in Europa bisher keine zugelassenen Impfstoffe. Hersteller wollen bis zum Herbst Daten dafür vorlegen.

(dpa)

Erste Grippe-Impfstoffe der Saison freigegeben

11:24
01.09.2021
Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat die ersten Grippe-Impfstoffe für den Herbst und Winter freigegeben. Das für Impfstoffe zuständige Bundesinstitut hat bis Ende August die ersten 10,7 Millionen Dosen für den deutschen Markt geprüft und freigegeben, wie die Behörde am Mittwoch in Langen mitteilte. Insgesamt stehen laut PEI in diesem Jahr für den Einsatz in Deutschland neun Impfstoffe gegen Influenza zur Verfügung.

In jeder Influenzasaison kursieren andere Virusvarianten, daher müssen Impfstoffe jährlich angepasst werden. Die staatliche Prüfung von Impfstoff-Chargen vor deren Vermarktung ist gesetzlich vorgeschrieben. Expertinnen und Experten des Instituts überprüfen dazu die Herstellungsunterlagen sowie die Ergebnisse der Qualitätskontrollen. Zusätzlich werden Prüfmuster der Chargen experimentell untersucht.

(dpa)

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