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Söder verteidigt gelockerte Quarantäne-Regeln an Bayerns Schulen

13:41
06.09.2021
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat die in Bayern bereits geltenden Lockerungen bei den Quarantäne-Regeln an Schulen bei nachgewiesenen Corona-Infektionen verteidigt. «Es ist falsch, ganze Klassen 14 Tage in Quarantäne zu schicken, maximal fünf, maximal das Umfeld», sagte der CSU-Chef am Montag in seiner Rede beim politischen Frühschoppen auf dem Gillamoos-Volksfest im niederbayerischen Abensberg. Bei bestimmten Maßnahmen könne die Quarantäne sogar ganz entfallen, etwa wenn es in der betroffenen Klasse Luftreiniger gebe und alle Schüler eine Woche lang täglich getestet würden.

«Ich will keine Lockdown für Wirtschaft und Gesellschaft. Ich will aber auch keine Lockdown in der Schule durch die Hintertür. Liebe Freunde, jetzt müssen wir uns Mühe geben», sagte Söder. Bayern habe mit seiner neusten Corona-Verordnung «einen Standard gesetzt».

Söder appellierte erneut an eine hohe Impfbereitschaft und verwies auf die Vorteile für Geimpfte - sowohl zum eigenen Gesundheitsschutz als auch für den Kampf gegen die Pandemie. So müssten etwa geimpfte Schüler nicht mehr getestet werden. «Wir wollen keine Impfzwang, ich sage das ausdrücklich. Keinen durch die Hintertür, durch die Vordertür oder durch die Drehtür. Völlig wurscht.» Wer sich aber nicht impfen lassen wolle, der müsse auch die Entscheidung tragen.

(dpa)

Lebenserwartung in Italien für 2020 wegen Corona gesunken

13:41
06.09.2021
In Italien ist die Lebenserwartung für das Jahr 2020 wegen der Corona-Pandemie deutlich gesunken. Landesweit sei der Wert um 1,2 Jahre im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, teilte die italienische Statistikbehörde Istat am Montag in Rom mit. Sie begründete dies mit dem Anstieg des Sterblichkeitsrisikos durch Covid-19. Die durchschnittliche Lebenserwartung lag im Jahr 2020 damit bei 82 Jahren - die der Männer bei 79,7 Jahren und die der Frauen bei 84,4 Jahren.

Aus den Daten der Statistiker ging auch eine unterschiedliche Entwicklung der Lebenserwartung in den einzelnen Landesteilen hervor. Die Corona-Pandemie traf die Lombardei im Norden zu Beginn im Frühjahr 2020 besonders hart. Viele erinnern sich noch an die Bilder von Militärlastwagen, die Särge mit den Toten aus der Stadt schafften. In der Provinz Bergamo, Cremona und Lodi (Lauden) sank die Lebenserwartung der Männer laut Istat um 4,3 bis 4,5 Jahre, die der Frauen um 3,2 bis 2,9 Jahre.

Seit Pandemiebeginn sind in dem Mittelmeerland mit rund 60 Millionen Einwohnern nach Angaben des Gesundheitsministeriums rund 129 500 Menschen mit dem Coronavirus gestorben. Die Behörden verzeichneten bis heute mehr als 4,57 Millionen Corona-Infektionen. Zuletzt stabilisierte sich die Infektionslage laut Gesundheitsexperten etwas.

Italiens Regierung weitete zuletzt die Regelungen für Nachweise über eine Impfung, einen negativen Test oder eine Genesung von Covid-19 weiter aus. Wer innen im Restaurant essen oder ins Museum will, mit dem Fernzug oder einer Fähre zwischen zwei Regionen fahren will, braucht das digitale oder ausdruckbare Corona-Zertifikat. Auch das Schul- und Universitätspersonal braucht es, um zur Arbeit kommen zu dürfen. Medienberichten zufolge will die Regierung diese Regelung auch auf Angestellte in den Behörden ausweiten.

(dpa)

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