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Corona und Gewalt - «Mobile Teams» helfen betroffenen Frauen

13:37
06.09.2021
Ein Pilotprojekt des Landes zur Unterstützung von Gewalt und von Prostitution betroffener Frauen stößt im Südwesten auf große Resonanz. Mithilfe sogenannter Mobiler Teams seien bisher rund 500 Frauen zusätzlich beraten worden, die man sonst in Zeiten von Corona und zeitweisem Lockdown nicht hätte erreichen können, sagte Katrin Lehmann, Referentin beim Paritätischen Wohlfahrtsverband, bei einer ersten Zwischenbilanz am Montag in Pforzheim. Der Sozialverband koordiniert das Projekt.

Im November vergangenen Jahres nahmen die ersten der inzwischen landesweit 24 Mobilen Teams ihre Arbeit auf. Jeweils 12 widmen sich dabei der Arbeit im Bereich Prostitution/Menschenhandel sowie der häuslichen und sexualisierten Gewalt. Sie suchen die Betroffenen auf, beraten und leisten konkrete Hilfe bei Arztbesuchen, Geldproblemen oder etwa in Trennungssituationen.

«Aus Studien wussten wir, dass es nicht genügend Beratungsangebote in der Fläche gibt», sagte Staatssekretärin Ute Leidig (Grüne). Gewalt und Isolation sei ein Thema, dass sich gerade während der Pandemie dramatisch verschärft habe.

Gefördert werden die Mobilen Teams bis Jahresende mit rund 1,4 Millionen Euro; eine Verlängerung bis Ende kommenden Jahres ist geplant. Dafür sollen weitere rund 1,2 Millionen Euro fließen. In die Zwischenbilanz flossen Ergebnisse bis 30. Juni diesen Jahres ein.

(dpa)

Reitelite beim CHIO: Unter 3G und ein Drittel der Zuschauerkapazität

12:34
06.09.2021
Die Organisatoren des CHIO in Aachen sind erleichtert, dass das größte Reitturnier der Welt trotz der anhaltenden Pandemie und der dadurch bedingten Einschränkungen stattfinden kann. «Sicherheit ist Gesetz Nummer eins, dass man sich wohl fühlt, dass man sich sicher fühlt auf dem Gelände, dass man es genießen kann», sagte Turnierdirektor Frank Kempermann am Montag auf einer Pressekonferenz.

Am kommenden Freitag beginnt das Weltfest des Pferdesports in der Aachener Soers mit den Wettbewerben der Voltigierer. Das Turnier dauert bis zum 19. September. Die Prüfungen im Springreiten, der Dressur und in der Vielseitigkeit starten am Mittwoch kommender Woche.

Nach der coronabedingten Absage im Vorjahr ist die 2021-Auflage ein Neustart - wenn auch an einem ungewohnten Datum. Normalerweise findet das Turnier im Juni/Juli statt. Der CHIO-Ausfall 2020 war der erste nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, dafür hatte es im September ein kleineres Ersatz-Turnier gegeben.

Normalerweise kommen im Schnitt über die zehn Tage rund 350 000 Besucher nach Aachen. Diesmal darf nur ein Drittel der Kapazität ausgenutzt werden. Zudem gilt für die Zuschauerinnen und Zuschauer 3G. Das bedeutet, dass nur Geimpfte, Genesene und negativ Getestete auf das Gelände dürfen. «Besser ein Turnier mit wenigen Zuschauern und ein tolles Turnier als kein Turnier oder eines ohne Zuschauer», sagte Kempermann.

Insgesamt ist das CHIO mit 3,3 Millionen Euro dotiert, allein im Springen gibt es 2,7 Millionen Euro zu gewinnen. Höhepunkte sind der Nationenpreis (16.9.) und der Große Preis (19.9.) der Springreiter. Beide Prüfungen sind mit jeweils einer Million Euro ausgeschrieben.

(dpa)

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