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Auffrischungsimpfungen in USA könnten teils verzögert anlaufen

16:43
05.09.2021
In den USA kann die Vergabe von Corona-Auffrischungsimpfungen womöglich nicht wie ursprünglich geplant anlaufen. Der Immunologe und Berater von US-Präsident Joe Biden, Anthony Fauci, sagte am Sonntag dem Fernsehsender CBS, es sei möglich, dass bis zum angepeilten Starttermin am 20. September nur Auffrischungsimpfungen eines Herstellers von der Arzneimittelbehörde FDA zugelassen seien - und nicht, wie erhofft, die Präparate sowohl von Pfizer/Biontech als auch von Moderna. Ursprünglich sei das Ziel gewesen, ab dem 20. September Auffrischungsimpfungen mit beiden Präparaten anzubieten. Fauci betonte aber, vermutlich könne man zu dem Zeitpunkt zumindest mit einem Präparat starten, und mit dem anderen Präparat dann ein paar Wochen später.

Der Stabschef von US-Präsident Joe Biden, Ron Klain, sagte am Sonntag dem Fernsehsender CNN, man habe die Hoffnung, dass die Zulassung für eines der beiden Präparate bis zum 20. September vorliege. Er versicherte, niemand werde eine Auffrischungsimpfung mit einem Impfstoff bekommen, sofern dies nicht von der FDA zugelassen sei.

Die US-Regierung hatte Mitte August Pläne vorgestellt, wonach die amerikanische Bevölkerung ab dem 20. September mit Auffrischungsimpfungen gegen das Coronavirus versorgt werden soll. Erwachsene Amerikaner sollen demnach acht Monate nach Abschluss ihrer ersten beiden Impfungen mit den Präparaten von Moderna oder Pfizer/Biontech eine dritte Dosis bekommen können. Die Regierung hatte jedoch bereits bei der Vorstellung der Pläne betont, diese stünden noch unter Vorbehalt von Prüfungen der FDA zur Effektivität und Sicherheit der Auffrischungsimpfungen mit beiden Präparaten.

(dpa)

Gesundheitsminister beraten über Quarantäne an Schulen

15:35
05.09.2021
Die Gesundheitsminister der Länder wollen an diesem Montag über Quarantäne bei Schülern sprechen. Dabei soll es um «möglichst einheitliche Regeln» gehen, wie der Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Klaus Holetschek (CSU) aus Bayern, sagte.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte vor kurzem genau das gefordert: «Wir brauchen einheitliche Vorgaben für die Quarantäne in Schulen. Darauf sollten sich die Gesundheitsminister der Länder endlich einigen», sagte er am Freitag dem «Spiegel». Wenn die Schüler im Unterricht Masken trügen, müsse man nicht die ganze Klasse in Quarantäne schicken, wenn ein positiver Fall auftrete. «Pragmatisch wäre, dass nur die Sitznachbarn für fünf Tage in Quarantäne gehen und sich dann freitesten können. Eine ganze Schulklasse wie jetzt in Quarantäne zu schicken führt dazu, dass irgendwann Hunderttausende Schülerinnen und Schüler für zwei Wochen nicht am Unterricht teilnehmen, obwohl sie gar nicht infiziert sind», so Spahn.

(dpa)

Sieben-Tage-Inzidenz im Südwesten nähert sich der 100er-Marke

15:01
05.09.2021
Die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg klettert weiter und nähert sich Schritt für Schritt der 100-er Marke. Nach den jüngsten Daten des Landesgesundheitsamts (LGA) lag die Zahl der Ansteckungen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche am Sonntag (Stand: 16.00 Uhr) bei 93,3. Am Vortag hatte das LGA 90,9 Infektionen gemeldet, vor einer Woche waren es 78,5.

Die Inzidenzwerte sind zwar nicht mehr so relevant für politische Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie. Der Anstieg zeigt aber ebenso wie die nicht täglich gemeldete Belegungsquote der Intensivbetten, dass sich die Belastung der Krankenhäuser verschärfen könnte.

Die höchste Inzidenz hatte auch am Sonntag der Stadtkreis Mannheim mit 153,2. Das landesweit geringste Infektionsgeschehen herrscht weiter im Neckar-Odenwald-Kreis mit einer Inzidenz von 46,6.

Die Behörde verzeichnete 662 neue Infektionen und einen neuen Todesfall in Verbindung mit dem Coronavirus. Damit haben sich mittlerweile 536 570 Menschen in Baden-Württemberg nachweislich mit dem Virus infiziert, 10 498 Todesfälle stehen im Zusammenhang damit. In den vergangenen sieben Tagen infizierten sich in Baden-Württemberg laut LGA weit mehr als 10 300 Menschen mit dem Virus.

(dpa/lsw)

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