Letztes Update:
20210905150201

Laschet verteidigt Umgang mit Corona-Maßnahmengegner

15:01
05.09.2021
Unionskanzlerkandidat Armin Laschet hat seinen Umgang mit einem Corona-Maßnahmengegner verteidigt. Laschet hatte sich am Freitagabend bei einem Auftritt in Erfurt länger auf sehr geringe Distanz mit dem Mann unterhalten, nachdem dieser plötzlich auf die Bühne gekommen war. «Ich finde nicht, dass man dann mit Sicherheitskräften ihn wegbewegen sollte, sondern dass man zuhört und sagt, ich versuche, Antworten zu geben», sagte Laschet am Sonntag in Hagen. «Unser Land ist zu aufgewühlt, zu aggressiv, als dass man das noch befeuern sollte», meinte der NRW-Ministerpräsident bei einem gemeinsamen Auftritt mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). «Eigentlich sollte keiner auf die Bühne kommen, das ist auch wahr. Aber wenn er da ist, muss man ihn anhören. Den Stil will ich auch beibehalten.»

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hatte Laschet nach dem Termin in Erfurt auf Twitter kritisiert und geschrieben: «Unfassbar. Armin Laschet lässt sich von einem Querdenker ohne Maske mit 20 cm Abstand anschreien. Das ist keine Bürgernähe sondern einfach dumm.» Anschließend hatte der SPD-Politiker nachgeschoben: «Ich habe nicht kritisiert, dass er sich von einem Querdenker anschreien lässt. Nur dass er sich auf 20 cm Abstand dabei ohne Masken anschreien lässt.»

Der Mann in Erfurt hatte sich über die Corona-Maßnahmen der Thüringer Landesregierung in den Schulen beklagt, die in den ersten zwei Wochen ein Bußgeld für Eltern vorsehen, deren Kinder sich weder impfen noch testen lassen und auch nicht als genesen gelten.

(dpa)

Zehntausende demonstrieren in Amsterdam gegen Corona-Politik

15:00
05.09.2021
Zehntausende Menschen haben am Sonntag in Amsterdam gegen die Corona-Politik der niederländischen Regierung demonstriert. Die Stimmung bei dem Protestzug durch das Zentrum der Hauptstadt war friedlich, es wurde getrommelt und getanzt und Teilnehmer hatten Luftballons dabei, wie auf Fernsehbildern zu sehen war. Einige der Transparente richteten sich gegen die Regierung, andere gegen die Corona-Schutzimpfung, man wolle seine Grundrechte zurück, hieß es. «Gemeinsam für die Niederlande» lautete das Motto der Demonstration, an der sich auch der Rechtspopulist Thierry Baudet beteiligte.

Die Demonstration sollte nach dem Willen der Veranstalter mit erwarteten 50 000 Teilnehmern die bislang größte gegen die Corona-Politik in den Niederlanden werden. Angesichts des großen Andrangs rief die Stadt gegen Mittag per Twitter dazu auf, sich dem Demonstrationszug nicht mehr anzuschließen, es sei zu voll auf den Straßen. Außer um den Umgang mit der Pandemie ging es manchen Demonstranten auch um Kritik an der Regierung etwa wegen des Wohnungsmangels. Obwohl sich die Corona-Lage in den Niederlanden zuletzt wieder verschlechtert hatte, wurden die Corona-Regeln nicht verschärft.

Der Protest gegen die Corona-Politik in den Niederlanden verlief nicht immer friedlich. Nachdem im Januar eine Ausgangssperre verhängt worden war, gab es schwere Krawalle in etlichen Städten mit Millionenschäden.

(dpa)

Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden