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Bericht: Deutlich mehr Impfungen als gemeldet

13:42
05.09.2021
Die Zahl der Impfungen in Deutschland ist laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Spiegel» deutlich höher als gedacht. Das gehe aus Erhebungen der Kassenärztlichen Vereinigungen in mehreren Bundesländern hervor. Im zweiten Quartal sind demnach mindestens 350 000 verabreichte Dosen dem Robert Koch-Institut (RKI) nicht gemeldet worden und tauchen nicht in der bundesweiten Impfquote auf. Laut RKI sind derzeit mehr als 61 Prozent aller Einwohner vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Eine solche Lücke war zunächst in Hamburg bekannt geworden, wo bis Ende Juni rund 71 000 Impfungen nicht erfasst waren. In Bayern liegt die Lücke dem Bericht vom Sonntag zufolge bei rund 150 000, in Baden-Württemberg und Berlin jeweils bei rund 50 000 Impfungen. Sachsens Praxen haben rund 29 000 Impfungen nicht gemeldet. Im Saarland und in Brandenburg gab es dagegen offenbar zusammen genommen rund 18 000 weniger Impfungen als gemeldet.

Die Praxen erfassen die Impfungen doppelt: einmal über ein Portal des RKI, zum anderen über ihre Abrechnungssoftware. Bei einem Vergleich dieser Zahlen seien die Differenzen zu Tage getreten.

(dpa)

Spahn: Deutschland will 100 Millionen Impfdosen bereit stellen

11:27
05.09.2021
Deutschland will bis Jahresende 100 Millionen Impfdosen in der internationalen Corona-Impfkampagne zur Verfügung stellen. «Das ist so viel wie wir bisher auch in unserem Land verimpft haben», sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn am Sonntag am Rande des G20-Treffens der Gesundheitsminister in Rom. Ziel sei es, bis zum Ende des Jahres mindestens 40 Prozent der Weltbevölkerung geimpft zu haben. Die Pandemie sei erst vorbei, wenn sie auf der ganzen Welt vorbei sei, so der CDU-Politiker. Ansonsten könnten Varianten entstehen, die dann auch Deutschland wieder erreichten und zu Problemen führten.

Beim zweitägigen Treffen der Gesundheitsminister aus den 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländern (G20) ist die Corona-Pandemie ein zentrales Thema. Laut Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza strebt Italien an, den «Pakt von Rom» zu unterzeichnen, um die Bewohner der ganzen Welt zu impfen. Kein Land könne sich selbst retten und die Impfstoffe seien die Waffe, die man habe. Italien hält derzeit den Vorsitz der G20-Staaten.

Die Gesundheitsminister wollen weitere Schritte in der Pandemie beraten. Es gehe unter anderem um den aktuellen Kampf gegen Covid-19 sowie um künftige Strategien gegen drohende Pandemien. Die Minister sprechen über Wege, wissenschaftliche Erkenntnisse und den Zugang zu Impfstoffen auf der Welt besser und gerechter zu verteilen. Das Ziel sei «eine starke Botschaft der Zusammenarbeit, Solidarität und Gerechtigkeit, unter der Überzeugung, dass niemand abgehängt wird», hieß es von den Veranstaltern in Italien.

(dpa)

Maskenlos im Takt - Erste Clubs öffnen die Tanzflächen

11:10
05.09.2021
Seit dem Wochenende kann in baden-württembergischen Clubs unter bestimmten Bedingungen wieder ohne Maske getanzt werden. Club-Besucher haben unter anderem in Freiburg und Stuttgart wieder maskenlos auf den Tanzflächen gefeiert. Möglich ist dies nach Angaben des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga durch ein mit dem Gesundheitsministerium ausgearbeitetes Muster-Hygienekonzept. Allerdings brauchen alle Clubs für das Tanzen ohne Maske in der Corona-Pandemie eine Genehmigung des jeweiligen Gesundheitsamtes.

Eine wichtige Rolle bei den Auflagen spielt die Belüftung des jeweiligen Clubs. Betriebe, die mit ihrer Lüftungsanlage eine Frischluftzufuhr von mindestens 40 Kubikmetern pro Stunde und Person gewährleisten können, dürfen seit dem Wochenende unter Beachtung der 3G-Regel - geimpft, genesen oder getestet - bei voller Kapazität öffnen und Tanzen ohne Masken erlauben. Als Testnachweis gelten nur höchstens 48 Stunden alte PCR-Tests. Bei weniger starken Lüftungsanlagen dürfen höchstens 70 Prozent der sonst zulässigen Gästezahl in den Club kommen - und nur, wenn die Besucher geimpft oder genesen sind. Clubs ohne Lüftungsanlagen müssen als Ersatz Luftreiniger einsetzen.

Mit diesen Lockerungen geht Baden-Württemberg weiter als andere Bundesländer.

(dpa/lsw)

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