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Umfrage: Corona verändert Einkauf von Lebensmitteln

10:42
14.09.2021
In der Coronakrise haben die Menschen in Deutschland auch Lebensmittel häufiger online eingekauft. Das geht aus den Zahlen einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom hervor, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Danach bestellen derzeit 26 Prozent der Menschen in Deutschland zumindest hin und wieder Lebensmittel im Internet - vor Beginn der Pandemie waren es erst 16 Prozent. Der Verband geht davon aus, dass dieser Trend nachhaltig ist.

«Die von der Coronakrise angestoßenen Veränderungen sind auch im Lebensmitteleinzelhandel von Dauer», sagte der Hauptgeschäftsführer des Bitkom, Bernhard Rohleder. Besonders bei Jüngeren sei der digitale Einkauf beliebt: Unter den 16- bis 29-Jähringen bestellt knapp ein Drittel (32 Prozent) häufig oder zumindest hin und wieder Essen, Snacks oder Getränke im Netz, unter den 30- bis 49-Jährigen sind es mit 36 Prozent etwas mehr. Bei den älteren Menschen nimmt die Bereitschaft, Lebensmittel im Web zu ordern, dann ab: Unter Personen zwischen 50 und 64 Jahren nutzen 26 Prozent den Online-Weg, in der Gruppe ab 65 Jahren sind es dann nur noch 8 Prozent.

Populär sind Online-Hofläden und Abos für Gemüsekisten mit jeweils zehn Prozent. Acht Prozent kaufen in Online-Supermärkten wie rewe.de, bringmeister.de oder Amazon Fresh. Sieben Prozent der Befragten bestellen Lebensmittel auf Plattformen wie Ebay. Genauso viele (7 Prozent) nutzen bereits die neuen Lieferdienste mit Sofortservice wie Gorillas und Flink, auch wenn diese wegen der schlechten Arbeitsbedingungen für die Fahrer immer wieder kritisiert werden.

«Viele Menschen haben während der Corona-Pandemie neue Einkaufswege ausprobiert und erstmals via Internet Lebensmittel besorgt», kommentiert Rohleder. «Mittlerweile hat sich das Unbehagen, im Geschäft vor Ort einzukaufen, bei vielen wieder gelegt. Nicht nur neue Geschäftsmodelle etwa wie Express-Lebensmittellieferungen in wenigen Minuten sorgen jetzt dafür, dass mehr Menschen online Lebensmittel kaufen - und das völlig unabhängig von Corona.»

(dpa)

RKI registriert 6325 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 81,1

10:41
14.09.2021
Beim Infektionsgeschehen in Deutschland gibt es derzeit kaum Dynamik. Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen liegt nach Angaben des Robert Koch-Instituts von Dienstagmorgen bei 81,1. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 81,9 gelegen, vor einer Woche bei 83,8. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 6325 Corona-Neuinfektionen. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.06 Uhr wiedergeben. Vor einer Woche hatte der Wert bei 6726 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 68 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 59 Todesfälle gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4 089 476 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI am Dienstag mit 1,86 an (Montag: 1,79). Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen einer hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich.

Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen.
Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 841 800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 92 686.

(dpa)

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