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Schottland will Impfpflicht für Discos und Großveranstaltungen

17:45
01.09.2021
In Schottland soll künftig der Zutritt zu Nachtclubs und Großveranstaltungen nur noch mit dem Nachweis einer Corona-Impfung möglich sein. Entsprechende Pläne soll das Parlament des britischen Landesteils in der kommenden Woche absegnen, wie Regierungschefin Nicola Sturgeon am Mittwoch in Edinburgh sagte. Demnach sollen die Impfpässe für Discos ebenso Pflicht werden wie für unbestuhlte Events in geschlossenen Räumen mit mehr als 500 Teilnehmern, Freiluftveranstaltungen ohne Sitzplätze mit mehr als 4000 Zuschauern und grundsätzlich für alle Veranstaltungen mit mehr als 10 000 Menschen.

Viele der betroffenen Veranstaltungen und Orte seien wichtig für die Wirtschaft sowie das kulturelle Leben oder die Gesellschaft, sagte Sturgeon. «Deshalb wollen wir ihnen ermöglichen, unter sicheren Bedingungen geöffnet zu bleiben. Aber es sind keine lebensnotwendigen Dienste.» Vielmehr tragen sie laut Sturgeon aufgrund der Vielzahl von Menschen auf relativ kleinem Raum erheblich zur Verbreitung des Virus bei.

Sturgeon betonte, dass Impfpässe weiterhin nicht an Orten erforderlich sein würden, an denen die Menschen sich ihre Teilnahme nicht aussuchen können. Als Beispiele nannte die Politikerin öffentliche Verkehrsmittel, Bildung, medizinische Dienste oder Geschäfte. In Schottland hat die Zahl der Corona-Fälle seit Beginn des Schuljahres vor wenigen Wochen wieder deutlich zugenommen. Sturgeon zeigte sich besorgt. Es gebe 80 Prozent mehr Neuinfektionen als vergangene Woche, im vergangenen Monat habe sich die Zahl der Fälle sogar verfünffacht.

Auch der größte britische Landesteil England will eine Impfpflicht für Nachtclubs und Großveranstaltungen einführen. Allerdings stemmen sich auch viele Abgeordnete der Regierungspartei von Premierminister Boris Johnson gegen die Pläne.

(dpa)

Vier Corona-Fälle beim Eishockey-Topclub Adler Mannheim

17:45
01.09.2021
Eine gute Woche vor dem Saisonauftakt in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) sind vier Spieler der Adler Mannheim positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nationalstürmer Markus Eisenschmid, Angriffskollege Florian Elias und die Verteidiger Moritz Wirth und Joonas Lehtivuori gehe es «den Umständen entsprechend gut», teilten die Adler am Mittwoch mit. Die vier Profis müssten für mindestens zwei Wochen in Quarantäne und verpassen damit die anstehenden Spiele in der Champions Hockey League sowie den Auftakt in der DEL.

Die Adler haben bereits zwei Partien in der neuen Spielzeit der Champions League bestritten und treten am Donnerstag gegen Cardiff an. Die neue DEL-Saison beginnt für den Meisterschaftskandidaten am 10. September in Straubing. Vor wenigen Tagen hatte auch DEL-Club Grizzlys Wolfsburg drei Corona-Fälle gemeldet.

(dpa)

Corona-Umfrage: Unterschiede bei Betroffenheit in Europa

17:44
01.09.2021
Die Menschen in Europa sehen sich laut einer aktuellen Umfrage regional sehr unterschiedlich von der Corona-Pandemie betroffen. Als weder gesundheitlich noch ökonomisch beeinträchtigt sehen sich und ihr nahes Umfeld vor allem Befragte in westlichen Ländern wie Dänemark (72 Prozent), Deutschland (65 Prozent) oder Frankreich (64 Prozent), wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Erhebung im Auftrag des European Council on Foreign Relations (ECFR) hervorgeht.

Anders sieht es der Umfrage zufolge beispielsweise in manchen Ländern im Süden oder Osten aus. In Portugal fühlen sich 39 Prozent, in Spanien 36 Prozent oder in Ungarn 35 Prozent nicht betroffen. In den Zahlen sind die Antworten der Menschen herausgerechnet, die lieber keine Angaben gemacht haben, was je nach Land zwischen zwei und sieben Prozent waren.

In Ungarn etwa gaben 48 Prozent an, gesundheitlich unter Corona gelitten zu haben. 17 Prozent waren eigenen Angaben nach wirtschaftlich betroffen. Aus den Ergebnissen der Untersuchung geht zudem hervor, dass sich nur wenige Menschen in dem osteuropäischen Land (12 Prozent) von den Eindämmungsmaßnahmen eingeschränkt fühlen. Spitzenreiter ist hier wiederum Deutschland: In der Bundesrepublik gab knapp die Hälfte der Befragten (49 Prozent) an, sich wegen der Corona-Maßnahmen nicht mehr frei zu fühlen, dicht gefolgt von Österreich (42 Prozent).

Regionale Unterschiede tun sich in der EU zudem bei dem Thema Impfen auf. Zwar sind laut Kommission mittlerweile 70 Prozent der Erwachsenen in der Staatengemeinschaft vollständig geimpft, Länder wie Rumänien und Bulgarien hätten zuletzt aber noch Impfquoten von deutlich unter 50 Prozent gehabt.

Die Denkfabrik ECFR will eigenen Angaben zufolge einen sicheren Raum für Gedankenaustausch schaffen und forscht zu europäischer Außen- und Sicherheitspolitik.

(dpa)

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