Letztes Update:
20210901174450

Merkel wirbt für weltweiten Wissensaustausch zu Gesundheitskrisen

15:26
01.09.2021
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts der Corona-Krise die Bedeutung des internationalen Wissensaustauschs hervorgehoben. Die Pandemie habe gezeigt, «wie viel wir bewirken können, wenn wir unsere Kräfte bündeln», sagte sie am Mittwoch bei der Eröffnung eines neuen Frühwarnzentrums für Gesundheitskrisen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Berlin. Experten auf der ganzen Welt hätten in beeindruckender Geschwindigkeit ihr Wissen über das Coronavirus vergrößert und immer wieder geteilt.

Merkel erläuterte, auch in dem neuen WHO-Zentrum in Berlin gehe es darum, weltweit Daten zu erheben, zu sammeln, auszuwerten und die Erkenntnisse mit allen Staaten zu teilen. «Wir wollen besser gewappnet sein bei künftigen Epidemien und Pandemien.» Corona habe bewiesen, wie sehr die WHO gebraucht werde. Daher müsse sie auch auf verlässlicher Basis finanziert werden. Zudem müssten alle erkennen, dass die WHO nur so gut sein könne, wie Mitgliedsstaaten auch Verantwortung an sie abgeben wollten.

Merkel warb erneut für eine rasche Verteilung von Corona-Impfstoff an Länder mit niedrigen Impfquoten wie in Afrika über die internationale Initiative Covax. «Wir müssen da auch wirklich liefern.» Es müssten Menschen in allen Ländern geimpft sein, «damit nicht immer wieder neue Mutationen uns den Weg aus der Pandemie kaputt machen.»

(dpa)

WHO-Frühwarnzentrum für Pandemien in Berlin eingeweiht

13:07
01.09.2021
Zur besseren Vorbereitung auf künftige Pandemien hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Berlin ein Pandemiefrühwarnzentrum geschaffen. Das Zentrum wurde am Mittwoch von Bundeskanzlerin Angela Merkel und WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus eingeweiht.

Es soll Milliarden Daten über Tiergesundheit, Krankheiten, Bevölkerungsbewegungen Klimawandelfolgen und vieles mehr verarbeiten. Darin sollen Muster frühzeitig erkannt und anhand von Computermodellen Bedrohungsszenarien erstellt werden.

Ziel ist es, bei einer neuen Pandemie viel früher als bei Corona Maßnahmen umzusetzen, damit ein Erreger sich möglichst nicht auf der ganzen Welt verbreitet. Erster Direktor ist der in Deutschland geborene nigerianische Epidemiologe Chikwe Ihekweazu, der zurzeit die Gesundheitsbehörde Nigerias leitet. Das Zentrum startet auf dem Gelände der Charité, einem der Gründungspartner, und soll künftig einen eigenen Campus in Kreuzberg erhalten, wie die WHO mitteilte.

(dpa)

✖
Möchten Sie alle externen Inhalte laden?
Datenschutzerklärung
Inhalt laden