Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts der Corona-Krise die Bedeutung des internationalen Wissensaustauschs hervorgehoben. Die Pandemie habe gezeigt, «wie viel wir bewirken können, wenn wir unsere Kräfte bündeln», sagte sie am Mittwoch bei der Eröffnung eines neuen Frühwarnzentrums für Gesundheitskrisen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Berlin. Experten auf der ganzen Welt hätten in beeindruckender Geschwindigkeit ihr Wissen über das Coronavirus vergrößert und immer wieder geteilt.
Merkel erläuterte, auch in dem neuen WHO-Zentrum in Berlin gehe es darum, weltweit Daten zu erheben, zu sammeln, auszuwerten und die Erkenntnisse mit allen Staaten zu teilen. «Wir wollen besser gewappnet sein bei künftigen Epidemien und Pandemien.» Corona habe bewiesen, wie sehr die WHO gebraucht werde. Daher müsse sie auch auf verlässlicher Basis finanziert werden. Zudem müssten alle erkennen, dass die WHO nur so gut sein könne, wie Mitgliedsstaaten auch Verantwortung an sie abgeben wollten.
Merkel warb erneut für eine rasche Verteilung von Corona-Impfstoff an Länder mit niedrigen Impfquoten wie in Afrika über die internationale Initiative Covax. «Wir müssen da auch wirklich liefern.» Es müssten Menschen in allen Ländern geimpft sein, «damit nicht immer wieder neue Mutationen uns den Weg aus der Pandemie kaputt machen.»