Letztes Update:
20210816113150

EU beruft Außenministertreffen zu Afghanistan ein

10:47
16.08.2021
Die EU-Außenminister beraten am Dienstagnachmittag in einer Sonderkonferenz per Video über die Situation in Afghanistan. Das teilte der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell (Montag) mit. Es gehe um eine erste Lagebeurteilung. "Afghanistan steht am Scheideweg. Sicherheit und Wohlbefinden seiner Bürger, aber auch die internationale Sicherheit stehen auf dem Spiel", so Borrell auf Twitter.

kna

Merkel spricht von 10.000 zu Evakuierenden

10:45
16.08.2021
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im CDU-Bundesvorstand nach Angaben von Teilnehmern von rund 10.000 Personen gesprochen, die Deutschland aus Afghanistan evakuieren wolle. Die Bundesregierung habe vor Monaten bereits 2500 Ortskräfte identifiziert, bei 600 wisse man derzeit nicht, ob sie bereits in Drittstaaten seien, habe Merkel gesagt. Weitere 2000 Menschen wie Menschenrechtler und Anwälte sollten auch ausreisen. Insgesamt handele es sich inklusive der Familien um rund 10.000 Menschen. "Wir evakuieren nun in Zusammenarbeit mit den USA die Menschen. Ohne die Hilfe der Amerikaner könnten wir so einen Einsatz nicht machen", sagt die Kanzlerin.

rtr

Luftwaffe schickt weitere Transportflugzeuge nach Kabul

10:34
16.08.2021
Seit dem Morgen seien nun insgesamt drei Maschinen in Richtung Kabul unterwegs, sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Montag in Berlin. Die A400M-Maschinen sollen deutsche Bürger und einheimische Ortskräfte aus Kabul ausfliegen.

Die Luftwaffen-Flugzeuge sollen eine Luftbrücke zwischen Kabul und der Hauptstadt des Nachbarlands Usbekistan, Taschkent, errichten. In Taschkent sollen dann zivile Chartermaschinen die Ausgeflogenen abholen und nach Deutschland bringen.

Die Bundesregierung plant nach AFP-Informationen, etwa 2000 Einheimische aus Kabul auszufliegen. Dabei handelt es sich um Ortskräfte, die in Afghanistan für deutsche Stellen gearbeitet haben, aber auch um besonders gefährdete Frauen, Menschenrechtler und weitere Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen. In einem A400M-Transportflugzeug haben etwa 150 Passagiere Platz.

Die Evakuierung werde von einem "Kernteam" der deutschen Botschaft am Flughafen in Kabul koordiniert, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Die Botschaft kontaktiere jeden Einzelnen, der auf einen Platz im Flugzeug gebucht sei. Er warnte ausdrücklich davor, sich auf eigene Faust zum Flughafen in Kabul zu begeben. Dies könne "riskant sein", sagte der Sprecher. "Die Situation in und um den Flughafen ist im Moment sehr unübersichtlich".

afp

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