Seit dem Morgen seien nun insgesamt drei Maschinen in Richtung Kabul unterwegs, sagte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums am Montag in Berlin. Die A400M-Maschinen sollen deutsche Bürger und einheimische Ortskräfte aus Kabul ausfliegen.
Die Luftwaffen-Flugzeuge sollen eine Luftbrücke zwischen Kabul und der Hauptstadt des Nachbarlands Usbekistan, Taschkent, errichten. In Taschkent sollen dann zivile Chartermaschinen die Ausgeflogenen abholen und nach Deutschland bringen.
Die Bundesregierung plant nach AFP-Informationen, etwa 2000 Einheimische aus Kabul auszufliegen. Dabei handelt es sich um Ortskräfte, die in Afghanistan für deutsche Stellen gearbeitet haben, aber auch um besonders gefährdete Frauen, Menschenrechtler und weitere Mitarbeiter von Nichtregierungsorganisationen. In einem A400M-Transportflugzeug haben etwa 150 Passagiere Platz.
Die Evakuierung werde von einem "Kernteam" der deutschen Botschaft am Flughafen in Kabul koordiniert, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Die Botschaft kontaktiere jeden Einzelnen, der auf einen Platz im Flugzeug gebucht sei. Er warnte ausdrücklich davor, sich auf eigene Faust zum Flughafen in Kabul zu begeben. Dies könne "riskant sein", sagte der Sprecher. "Die Situation in und um den Flughafen ist im Moment sehr unübersichtlich".
afp