AfD-Co-Chef Jörg Meuthen hat sich für die Aufnahme afghanischer Ortskräfte und deren Angehöriger in Deutschland ausgesprochen. „Ja, wir haben eine moralische Pflicht, nach Maßgabe unserer Möglichkeiten nun auch jene Afghanen zu retten, die unmittelbar für uns gearbeitet haben und nun in äußerster Lebensgefahr sind“, schrieb Meuthen am Montag bei Facebook. Das gelte selbstverständlich auch für deren Angehörige, die ansonsten von den Taliban „per Sippenhaft gefoltert, missbraucht und getötet“ würden. Afghanen, die sich für die deutsche Mission eingesetzt hätten, müssten „aufgrund des Versagens des Westens nun auch nach Deutschland kommen können“.
AfD-Spitzenkandidatin und Fraktionschefin Alice Weidel äußerte sich ebenfalls bei Facebook. Auf das Thema Ortskräfte ging sie dabei nicht ein. Weidel forderte mit Blick auf eine mögliche Flüchtlingsbewegung eine Aussetzung des Asylrechts. Eine Migrationswelle aus Afghanistan stehe bevor. Deutschland sei weit davon entfernt, „die negativen Auswirkungen der Grenzöffnung von 2015“ bewältigen zu können. „Wir müssen zuerst an die Sicherheit der deutschen Bürger denken. Das Asylrecht muss daher ausgesetzt, die Grenzen geschützt und Migranten ohne Einreiseerlaubnis zurückgewiesen werden“, schrieb Weidel. 2015 waren fast 900 000 Migranten weitgehend unkontrolliert nach Deutschland eingereist, ein Großteil aus dem Bürgerkriegsland Syrien.