Die radikal-islamischen Taliban stellen einem privaten norwegischen Nachrichtendienst zufolge eine schwarzen Liste mit Namen von Afghanen zusammen, die in Schlüsselpositionen mit der gestürzten Regierung oder mit den internationalen Truppen zusammengearbeitet haben. "Die Taliban intensivieren die Jagd auf alle Personen und Kollaborateure des früheren Regimes und falls sie erfolglos sind, nehmen sie die Familien ins Visier, verhaften sie und bestrafen sie nach ihrer eigenen Auslegung der Scharia", heißt es in einem Bericht, der vom RHIPTO Norwegian Center for Global Analyses erstellt und von Reuters eingesehen werden konnte.
Besonders gefährdet seien Personen, die in zentralen Positionen bei Militär, Polizei und Ermittlungsbehörden gewesen seien.
Reuters