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Lindner: Freiwilliges Impfangebot für Kinder richtig

14:06
03.08.2021
Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat in der Debatte um die Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren vor Druck auf Eltern gewarnt. «Entscheiden müssen das die Familien selber», sagte Lindner dem «Südkurier» (Mittwoch). Er halte ein «niedrigschwelliges, schnell zu erreichendes Impfangebot für Kinder und Jugendliche» für richtig, «es muss sich aber um ein Angebot handeln». Es dürfe keinen sozialen Druck zur Impfung geben.

Eine Impfpflicht für Erwachsene lehnte Lindner ab, «weil sie der Selbstbestimmung widerspricht». Aber er werbe für das Impfen. Für Geimpfte und Genesene dürfe es keinerlei Freiheitseinschränkungen mehr geben. Auch Ungeimpfte müssten aber die Möglichkeit haben, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Lindner forderte auch «eine politische Garantie, dass es keinen neuen Lockdown gibt».

(dpa)

Salzgitter ist Inzidenz-Spitzenreiter - Ausbruch an Grundschule

14:05
03.08.2021
Mit einem Corona-Inzidenzwert von 60,4 war die niedersächsische Stadt Salzgitter am Dienstag nach Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) bundesweiter Spitzenreiter. Hintergrund ist der Infektionsausbruch an einer Grundschule kurz vor den Sommerferien.

Nach der positiven Testung eines Kindes am 16. Juli seien nach und nach sechs Klassen unter Quarantäne gestellt worden, teilte die Staddtverwaltung mit. Bei dem Grundschul-Ausbruch wurde ausschließlich die Delta-Variante festgestellt. Sie gilt als deutlich ansteckender. Seit dem 22. Juli sind Schulferien in Niedersachsen.

Das Infektionsgeschehen habe sich ähnlich wie zuvor in Lüneburg im privaten Bereich weitergetragen, erklärte die Stadt Salzgitter. Der Landkreis Lüneburg hatte nach einem Ausbruch bei einer Abifeier vor kurzem ebenfalls vorübergehend den höchsten Inzidenzwert in Deutschland. Er gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen an.

(dpa)

Ministerium schlägt Ende kostenloser Corona-Tests für Oktober vor

13:41
03.08.2021
Das Bundesgesundheitsministerium schlägt ein Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests für alle Bürger für Mitte Oktober vor. Da mittlerweile allen Bürgern ein unmittelbares Impfangebot gemacht werden könne, sei eine dauerhafte Kostenübernahme durch den Steuerzahler nicht angezeigt, heißt es in einem Ministeriumsbericht zum weiteren Vorgehen im Herbst und Winter, der den Ländern und dem Bundestag zugesandt wurde. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.

Daher werde vorgeschlagen, dass der Bund das Angebot kostenloser Bürgertests für alle Mitte Oktober beendet - etwa zum 11. oder zum 18. Oktober. Nur für Personen, die nicht geimpft werden können oder für die keine allgemeine Impfempfehlung vorliege wie Schwangere oder Unter-18-Jährige, solle es weiterhin kostenlose Schnelltests geben.

«Die kostenlosen Bürgertests haben einen wichtigen Beitrag geleistet, um die dritte Welle zu brechen und um den Bürgerinnen und Bürgern zusätzliche Sicherheit für ihren Alltag zu geben», heißt es in dem Bericht. Das Thema soll am 10. August auch in der Runde von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten besprochen werden, wie die Bundesregierung angekündigt hatte. Dabei sollten Schnelltests «nicht über Nacht plötzlich kostenpflichtig» werden, sagte die stellvertretende Sprecherin Ulrike Demmer. Der Bund übernimmt seit März die Kosten für mindestens einen Schnelltest pro Woche.

(dpa)

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