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Übernachtungszahlen in Italien stark gestiegen - Streit in Südtirol

13:39
21.08.2021
Die Zahl der Übernachtungen von Gästen aus dem Ausland ist in Italien in den Sommermonaten 2021 deutlich gestiegen. Das Institut Centro Studi Turistici (CST) aus Florenz und der Unternehmensverband Assoturismo Confesercenti in Rom schätzen die Zahl der Übernachtungen auf etwa 35 Millionen zwischen Juni und August, wie die Nachrichtenagentur Ansa am Samstag berichtete. Die Zahlen seien höher als noch im vergangenen Corona-Sommer 2020 als rund 28 Millionen Übernachtungen aus dem Ausland registriert wurden. An Vor-Corona-Zeiten kommen sie allerdings nicht heran. Im Sommer 2019 verzeichneten die Experten mehr als 100 Millionen Auslandsübernachtungen.

Unter Berufung auf das CST und Assoturismo Confesercenti kamen die Menschen laut Ansa hauptsächlich aus der EU. Die Zahlen erholten sich demnach vor allem bei Touristen aus Deutschland, Österreich, den Niederlanden, der Schweiz und Frankreich. Beim Tourismus aus Russland seien sie dagegen eingebrochen.

Die steigenden Urlauberzahlen zur Sommerzeit sind offenbar auch in Südtirol spürbar. Im Gebiet um die bekannte Wander- und Skirundtour Sellarunde in den Dolomiten östlich von Bozen waren in diesem Sommer wieder zahlreiche Touristen mit ihren Autos unterwegs - zum Ärger von manchen Südtirolern.

Die Zeitung «La Repubblica» zitierte in ihrer Samstagsausgabe Bergsteigerlegende Reinhold Messner, der von einer Verschlechterung im Vergleich zu den Vorjahren sprach. «Geparkte Autos überall: auf den Straßen, in den Wiesen, in den Wäldern. Ist das die Berglandschaft, die wir unseren Gästen schenken wollen?» Über zu viele Touristen in den Naturgegenden gibt es schon seit Jahren Streit. Messner forderte, dass die Menschen vom Tal aus auf anderem Wege in die Berge gelangen können müssten, um die «Autolawinen» aus der Landschaft raus zu halten.

(dpa)

Corona: Zutritt in Österreichs Discos möglicherweise nur noch für Geimpfte

13:38
21.08.2021
Bei weiter steigenden Corona-Zahlen könnten in Österreich ab Herbst nur noch geimpfte Personen Zutritt zu Discotheken und Bars haben. «In der Nachtgastronomie haben wir die Situation, dass viele Ungeimpfte auf Geimpfte treffen. Daher gibt es hier besonderes Risiko von sogenannten Superspreader-Events», hieß es am Samstag in einer Pressemitteilung von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und dem grünen Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein. Sobald sich das soziale Leben im Herbst wieder nach innen verlege, die Infektionszahlen weiter steigen und die Impfquote unter Jungen niedrig bleibe, werde die Maßnahme laut Bundesregierung in Betracht gezogen.

Aktuell gilt in Österreich die 3G-Regel: Geimpfte, Getestete oder Genesene haben Zugang zu Gastronomie, Sport- und Freizeitveranstaltungen oder zu sogenannten körpernahen Dienstleistungen, wie etwa Friseuren.

Die zuständigen Ministerien meldeten am Samstag 1328 neue Corona-Infektionen in Österreich. Das entsprach dem höchsten Wert seit Anfang Mai. 326 Patienten mussten im Krankenhaus behandelt werden.

(dpa)

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