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Umfrage: In Österreich steigt Zustimmung für Corona-Impfpflicht

09:11
19.08.2021
In Österreich schrumpft laut einer Umfrage die Zahl der Corona-Impfgegner. Während zu Jahresbeginn noch 30 Prozent der Bürger eine Injektion ablehnten, seien es nun noch etwa 20 Prozent, teilte das Meinungsforschungsinstitut Gallup am Donnerstag mit. Zugleich sei die Zustimmung zu einer generellen Impfpflicht von Juli auf August von 24 auf nun 29 Prozent gestiegen. Eine deutliche Mehrheit sei inzwischen dafür, dass Tests kostenpflichtig werden sollten, hieß es. «Die geimpfte Mehrheit will keine Einschränkungen mittragen müssen, sie möchte die Vorteile ihres Impfstatus nutzen, das heißt zu einer Normalität zurückzufinden», sagte Andrea Fronaschütz, Leiterin von Gallup Österreich. Die Umfrage vom 11. bis 13. August unter 1000 Personen ist laut Institut repräsentativ für die webaktive österreichische Bevölkerung im Alter ab 16 Jahren.

(dpa)

Dekra-Prüfer werden fündig: Mängel bei Corona-Teststationen gefunden

08:08
19.08.2021
Die Prüfgesellschaft Dekra ist bei ihrer Suche nach schwarzen Schafen unter den Anbietern von Corona-Schnelltests in Baden-Württemberg fündig geworden. Bei Kontrollen von 82 Schnellteststellen im Land seien vor allem Mängel bei der Datenverarbeitung aufgedeckt worden, berichten die «Stuttgarter Nachrichten» (Donnerstag).

Demnach seien unter anderem die Aufbewahrungsfristen der Daten zur Überprüfung der Abrechnung nur von 74 der überprüften 82 Stellen eingehalten worden. Ein Beschwerdemanagement hätten nur 64 der 82 Testzentren implementiert, zitiert die Zeitung das Gesundheitsministerium. Größere Mängel sahen die Prüfer auch bei der Abfallentsorgung in den meisten Teststellen.

Das Gesundheitsministerium hatte im Juni die Dekra eingeschaltet, weil landes- aber auch bundesweit immer mehr Unregelmäßigkeiten im Zusammenhang mit dem Betrieb von Corona-Schnelltestzentren publik geworden waren. Gesundheitsämter schlossen vereinzelt Teststellen. Vor allem Datenschutzverstöße hatten für Schlagzeilen gesorgt. Auch der Landesbeauftragte für Datenschutz, Stefan Brink, hatte die Praktiken kritisiert. Beispielsweise würden Testergebnisse ohne Verschlüsselung per Mail verschickt oder die Verschlüsselung sei leicht zu erraten.

Der Verdacht auf Testbetrug in großem Stil war durch eine Veröffentlichung von WDR, NDR und «Süddeutscher Zeitung» Ende Mai aufgekommen. Die abgerechneten Tests mehrerer von den Reportern beobachteten Stellen überstiegen demnach die Besucher an einzelnen Tagen deutlich.

(dpa)

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