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20210819065954

Corona-Krise und stärkerer Dollar lassen Ölpreise sinken

06:59
19.08.2021
Die Ölpreise sind am Donnerstag weiter gefallen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete am Morgen 67,29 Dollar. Das waren 94 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass der amerikanischen Sorte WTI fiel um 1,11 Dollar auf 64,35 Dollar.

Seit dem Mittwochnachmittag hat die Talfahrt der Ölpreise Fahrt aufgenommen. In dieser Zeit sackte der Preis für US-Öl mittlerweile um etwa drei Dollar ab und erreichte zeitweise den tiefsten Stand seit Mai. Mit der Notierung für Öl aus der Nordsee ging es seit Mittwochnachmittag etwa zweieinhalb Dollar nach unten. Am Morgen erreichte der Brent-Preis bei 67,10 Dollar ebenfalls den tiefsten Stand seit Mai.

Marktbeobachter verwiesen auf die Corona-Krise. Die weltweite Ausbreitung der Delta-Variante beunruhigt die Märkte und belastet die Ölpreise. Am Mittwoch war zudem bekannt geworden, dass die Benzinreserven in den USA überraschend gestiegen waren. Dies habe am Markt die Nachfragesorgen verstärkt, hieß es.

Hinzu kommt, dass auch der Dollar von den Corona-Sorgen profitiert. Die Weltreservewährung konnte am Morgen zu allen anderen wichtigen Währungen zulegen. Da Rohöl in Dollar gehandelt wird, verteuert ein Kursanstieg der amerikanischen Währung den Rohstoff in Ländern außerhalb des Dollarraums und bremst die Nachfrage.

(dpa)

Kinder- und Jugendärzte sehen Impfungen an Schulen kritisch

04:28
19.08.2021
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte hat die Pläne mehrerer Bundesländer kritisiert, Kinder und Jugendliche an und im Umfeld von Schulen gegen das Coronavirus zu impfen. «Die Jugendlichen stehen in den Schulen sehr stark unter Gruppenzwang, so dass eine freie und unabhängige Entscheidung schwierig wird», sagte der Bundessprecher des Verbandes, der Kinderarzt Jakob Maske, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag).

Maske riet stattdessen zur Impfung in den Praxen: «Das Impfen beim eigenen Kinder- und Jugendarzt hat den Vorteil, dass der Arzt die Familie und das Umfeld gut kennt und die Eltern besser beraten kann, ob die Impfung für die Familie sinnvoll ist oder nicht.»

Nach der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Corona-Impfung von Kindern und Jugendlichen ab zwölf sind in mehreren Bundesländern spezielle Impfaktionen für diese Altersgruppe angelaufen oder in Planung. So werden etwa mobile Impfteams an Schulen geschickt, zudem sind «Familienimpftage» in Impfzentren, Freizeiteinrichtungen oder Tierparks geplant, und es werden spezielle Impfstraßen für Kinder und Jugendliche in Impfzentren eingerichtet.

Der Deutsche Lehrerverband begrüßte hingegen die Pläne, Impfungen an Schulen durchzuführen. «Alles, was die Sicherheit an Schulen schnell erhöht, ist gut», sagte Verbandschef Heinz-Peter Meidinger dem RND. «Es ist völlig klar, dass eine hohe Impfquote der Schülerinnen und Schüler der wohl wichtigste Baustein für mehr Gesundheitsschutz an Schulen in der Pandemie und damit letztendlich für eine baldige Rückkehr zur Normalität im Schulbetrieb ist.»

Die Befürchtung, dass Konflikte in die Schulen hineingetragen und ein Gruppendruck auf nicht-impfwillige Schüler beziehungsweise deren Eltern ausgeübt werden könnte, teilt er nach eigenen Worten nicht. Es gebe Möglichkeiten, Impfungen so zu organisieren, dass der Schulbetrieb kaum tangiert und die notwendige Anonymität und Freiwilligkeit absolut gewahrt werde, sagte Meidinger.

(dpa)

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