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20210816132341

Corona fordert immer mehr Tote im Iran

13:23
16.08.2021
Die Delta-Variante des Coronavirus sorgt im Iran für immer mehr Todesfälle und fast täglich neue Höchstwerte. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag gab es in den vergangenen 24 Stunden 655 Tote, 35 mehr als am Vortag. Im selben Zeitraum wurden über 41 000 Neuinfektionen registriert. Somit stieg die Gesamtzahl der Toten in Verbindung mit dem Coronavirus in dem Land auf mehr als 98 000, die der Infektionen auf fast 4,5 Millionen.

Als Reaktion auf die vielen Toten in Verbindung mit Corona hat die iranische Regierung ab Montag erneut einen landesweiten Lockdown verhängt. Das Land ist von der Pandemie besonders hart betroffen, auch weil die Wirtschaftskrise und US-Sanktionen die Einfuhr von Impfstoffen erheblich erschwert haben. Die Impfkampagne für die mehr als 83 Millionen Menschen kommt daher nur schleppend voran. Bislang wurden nur fünf Prozent der Iraner doppelt geimpft.

(dpa)

Serbien beginnt mit Corona-Auffrischungsimpfungen

13:10
16.08.2021
Serbien beginnt an diesem Dienstag mit Auffrischungsimfungen gegen das Coronavirus für bestimmte, besonders gefährdete Personengruppen. Jene Bürger, denen eine dritte Impfung empfohlen wird, würden von der Gesundheitsverwaltung einen entsprechenden Aufruf erhalten, teilte die serbische Regierung am Montag in Belgrad mit.

Die Drittimpfung könne ab dem 180. Tag nach dem Erhalt der zweiten Dosis verabreicht werden. Empfohlen werde sie allen Menschen über 70, weiterhin Menschen über 60, die in Altenheimen leben, Patienten, die - etwa infolge einer Organtransplantation - das Immunsystem schwächende Medikamente einnehmen müssen, Mitarbeitern des Gesundheitswesen sowie Bürgern, die viel im Ausland unterwegs sind.

Serbien hat bereits im Dezember des Vorjahres mit den Corona-Impfungen begonnen. Das Balkanland setzte dabei auch im großen Stil Vakzine aus China und Russland ein, die in der EU noch nicht zugelassen sind. Letztlich erwies sich jedoch die mangelnde Impfbereitschaft in etlichen Teilen der Bevölkerung als Hindernis für eine erfolgreiche Impfkampagne. Nur 40 Prozent der Bevölkerung ließen sich bisher vollständig impfen.  

(dpa)

BVB-Trainer Rose wirbt für mehr Toleranz beim Impfthema

12:33
16.08.2021
Trainer Marco Rose hat in der Debatte um die Impfung von Fußball-Profis für mehr Toleranz geworben. «Beim Thema Impfen muss jeder für sich entscheiden. Das ist eine ganz persönliche Entscheidung, die bei mir nie dazu führen wird, dass ich irgendeinen Spieler danach beurteile oder unter Druck setze», sagte der neue Trainer von Borussia Dortmund am Montag. Nichtgeimpfte sollten seiner Meinung nach bei der Kaderplanung nicht benachteiligt werden: «Ich schaue auf die fußballerischen Qualitäten der Jungs.»

Der Mainzer Sportvorstand Christian Heidel hatte in der vergangenen Woche nach mehreren Corona-Fällen beim Bundesligisten gesagt: «Ich kann mir Stand heute sehr schwer vorstellen, dass Mainz 05 noch mal einen Spieler verpflichtet, der nicht geimpft ist.» Nach Medienberichten mussten in Mainz neben drei positiv Getesteten auch sieben nicht geimpfte Spieler in Quarantäne.

Das sieht Rose kritisch: «Wenn sich Spieler nicht impfen lassen, müssen wir Lösungen finden, die nicht dazu führen, dass eine Mannschaft in Nachteil gerät. Es geht darum, einen sportlich fairen Wettkampf zu haben. Und nicht: Geimpft gut, nicht geimpft geht nicht. Das müssen wir irgendwo zusammenführen und nach und nach mit dem Virus leben», befand Rose.

Ähnlich hatte sich auch Heidel bei DAZN in der Halbzeitpause des Spiels gegen Leipzig geäußert, das die Mainzer trotz einer Notelf mit 1:0 für sich entschieden: «Ich glaube, das hat jetzt nichts mit fairem Sport zu tun.»

(dpa)

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