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Spahn begrüßt Votum der Impfkommission zu Kinder-Impfungen

12:13
16.08.2021
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat es als «gute Nachricht» bezeichnet, dass sich die Ständige Impfkommission (Stiko) nun für Corona-Impfungen für alle Kinder ab zwölf Jahren ausspricht. «Eltern und Jugendliche haben damit eine klare Empfehlung, sich für die Impfung zu entscheiden», sagte der CDU-Politiker am Montag. «Die Fakten sprechen für die Impfung, ausreichend Impfstoff für alle Altersgruppen ist da.» Wenn gewünscht, könnte eine Impfung noch in dieser Woche stattfinden.

Regierungssprecher Steffen Seibert versicherte am Montag in Berlin, es werde für Schülerinnen und Schüler keine Pflicht zur Impfung geben. «Es bleibt dabei, was wir gesagt haben, dass es keinen Impfzwang gibt oder das Impfen nicht Bedingung für den Schulbesuch ist», sagte er.

Die Stiko hatte am Montag mitgeteilt, «dass nach gegenwärtigem Wissensstand die Vorteile der Impfung gegenüber dem Risiko von sehr seltenen Impfnebenwirkungen überwiegen». Der offizielle Empfehlungstext liegt noch nicht vor, Änderungen sind in einem Abstimmungsverfahren mit Ländern und Fachkreisen noch möglich.

Ds unabhängige Gremium empfahl Impfungen bei Kindern zwischen 12 und 17 Jahren bisher nur bei höherem Risiko für schwere Corona-Verläufe etwa wegen Erkrankungen wie Diabetes - Impfungen sind laut Stiko aber schon jetzt mit ärztlicher Aufklärung und als individuelle Entscheidung von Kindern und Eltern möglich.

(dpa)

Auch Paralympics finden ohne Zuschauer statt

10:59
16.08.2021
Die Paralympics in Tokio werden wegen der zugespitzten Corona-Lage ohne Zuschauer abgehalten. Das beschlossen die Organisatoren erwartungsgemäß am Montag bei einem Treffen mit dem Internationalen Paralympischen Komitee, der Regierung Tokios und der Zentralregierung. Auch von den kürzlich beendeten Olympischen Spielen waren Zuschauer aus demselben Grund weitgehend ausgeschlossen worden.

Eine Ausnahme bei den am 24. August beginnenden Paralympics soll für Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines Erziehungsprogramms der Regierung gemacht werden: Sie dürfen sich Wettkämpfe in Arenen anschauen, wenn die lokalen Schulbehörden dies in Absprache mit den Eltern wünschen. Während der Paralympics werden rund 4400 Athletinnen und Athleten aus rund 160 Ländern um die Medaillen wetteifern.

(dpa)

Corona-Notstand in Tokio vor erneuter Verlängerung

10:53
16.08.2021
Wegen der zugespitzten Corona-Infektionslage will Japan den in der Paralympics-Stadt Tokio und fünf anderen Regionen geltenden Notstand abermals verlängern und auf sieben weitere Präfekturen ausweiten. Die japanische Regierung wolle den Notstand bis zum 12. September und damit bis nach Ende der Paralympics ansetzen, wie japanische Medien am Montag berichteten. Dies werde die Regierung offiziell am Dienstag entscheiden. Vor diesem Hintergrund sollen die am 24. August beginnenden Paralympics weitgehend ohne Zuschauer stattfinden, hieß es.

Diese Entscheidung wurde noch am selben Tag bei einem Treffen der Organisatoren mit dem Internationalen Paralympischen Komitee (IPC) und der Regierung in Tokio erwartet. Die Zahl der Neuinfektionen sowie die der schweren Fälle war zuletzt auf Höchststände geklettert.

Zum Auftakt des Treffens der Paralympics-Veranstalter sagte IPC-Präsident Andrew Parsons, die kürzlich in Tokio beendeten Olympischen Spiele hätten gezeigt, dass die Spiele trotz der Pandemie sicher abgehalten werden können. Die Maßnahmen zum Schutz der Teilnehmer sowie der Bevölkerung hätten funktioniert, sagte Parsons. Trotzdem dürfe man mit Blick auf die Paralympics nicht nachlässig werden. Alle müssten «wachsam» bleiben und sich an die Regeln halten.

(dpa)

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