Die von der FDP-Bundestagsfraktion für diese Woche geforderte Sondersitzung des Bundestags zur Hochwasserkatastrophe und zur Corona-Pandemie wird es voraussichtlich nicht geben. Nach dpa-Informationen wurde sie bis zum Montag nicht beantragt. Für die Einberufung der Sitzung bräuchte die FDP erhebliche Unterstützung aus den anderen Fraktionen. Der Antrag müsste von mindestens einem Drittel der Abgeordneten unterschrieben werden, das wären 237 Parlamentarier. Die FDP verfügt aber nur über 80 Mandate.
Der erste Parlamentarische Geschäftsführer Marco Buschmann hatte am vergangenen Freitag seine Kollegen von Union, SPD, Grünen und Linken sowie Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) angeschrieben und erklärt, für beide Themen reiche eine Ministerpräsidentenkonferenz nicht aus. Die Opfer der Flutkatastrophe und die betroffenen Regionen benötigten zügig längerfristige Planungssicherheit und Orientierung. Die weitere Strategie in der Corona-Pandemie müsse vor der für kommenden Dienstag geplanten Ministerpräsidentenkonferenz im Parlament diskutiert wird.