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20210812083428

Frankfurter Flughafen mit stärkstem Monat seit Corona-Beginn

05:44
12.08.2021
Der Passagierverkehr am Frankfurter Flughafen ist im Ferienmonat Juli weiter aus seinem Corona-Tief herausgekommen. Mit knapp 2,85 Millionen erreichte das Fluggastaufkommen den höchsten Wert seit Beginn der Pandemie, wie der im MDax gelistete Betreiber Fraport am Donnerstag mitteilte. Das war mehr als doppelt so viel wie ein Jahr zuvor, aber immer noch 59 Prozent weniger als vor Beginn der Krise im Juli 2019. Das Aufkommen an Fracht und Luftpost legte im Vergleich zu Juli 2020 um 31 Prozent auf mehr als 192 200 Tonnen zu.

Für das laufende Jahr rechnet Fraport-Chef Stefan Schulte in Frankfurt mit «unter 20 bis 25 Millionen» Fluggästen. 2020 war das Aufkommen auf weniger als 19 Millionen Passagiere eingebrochen, nachdem der Flughafen 2019 mit mehr als 70 Millionen ein Rekordjahr verzeichnet hatte. Schulte erwartet dieses Niveau erst in den Jahren 2025 oder 2026 wieder.

(dpa)

Museumschefin: In Pandemie braucht es dynamisches Modell für Kultur

05:43
12.08.2021
Die Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), Marion Ackermann, hält nichts von weiteren Corona-Zwangspausen für Museen. «Es muss alles versucht werden, um das Schließen zu vermeiden, auch in den Museen», sagte sie auch mit Blick auf den Herbst der Deutschen Presse-Agentur. Man sei inzwischen gut eingeübt in Flexibilität, könne das stufenweise durch Einlass und andere Schutzmechanismen regeln. Aber es müsse wirtschaftlich machbar sein. «Wir schaffen es nicht, wenn keiner kommt und wir trotzdem die vollen Kosten haben, alle Häuser offenzuhalten.» Nötig sei ein dynamisches Modell, das Teilöffnungen, flexiblen Zugang und die Ausweitung von Öffnungszeiten erlaubt, um die Besucherzahl zur gleichen Zeit zu reduzieren.

Ackermann sieht sonst Kunst und Kultur gefährdet. «Wir sind unter einen stärkeren Druck geraten, die Relevanz von Kultur in der Gesellschaft zu beweisen.» Und der Kampf um Geld, um Aufmerksamkeiten werde zunehmen. «Die schwierige Zeit kommt ja noch, im nächsten und übernächsten Jahr.» Kultur sei nicht nur unter dem Aspekt Freizeitgenuss zu sehen, sondern befördere gerade in der Krise individuelle Reflexion und Wissensbildung. Und auch das Gemeinschaftserlebnis Kultur sei eine zentrale Möglichkeit des Austauschs, «das beglückende, soziale Erlebnis neben dem individuellen, das fehlt uns gerade ja auch».

Noch einen Lockdown kann die Kultur nach Einschätzung der Museumschefin kaum verkraften. «Kultur ist fragil», sagte sie auch mit Verweis auf untergegangene Kulturlandschaften. Diese Zerbrechlichkeit der Kunst und des Kulturbetriebes zeige sich aktuell bis hin zu den Kinderchören. «Es gibt schon einen unheimlichen Zusammenbruch des kulturellen Lebens insgesamt, und wenn das nochmal passiert, wird es auch bleibende Schäden geben», warnte sie. «Wir müssen alles tun, um das zukünftig anders hinzubekommen.»

(dpa)

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