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20210811122755

Niedersachsen verabschiedet sich von Corona-Stufenplan

12:01
11.08.2021
Niedersachsen verabschiedet sich nach dem Bund-Länder-Beschluss zur Corona-Pandemie von seinem Stufenplan. Die Landesregierung will die Corona-Verordnung bis zum 25. August «neu schreiben», wie der Chef der Staatskanzlei Jörg Mielke (SPD) am Mittwoch in Hannover ankündigte. In ihr soll ein neuer Bewertungsmaßstab aufgenommen werden, der die Häufigkeit der gemeldeten Infektionen (Inzidenz) auch mit anderen Parametern - etwa der Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern - in Relation setzt. Über eine geeignete Formel werde noch beraten.

Niedersachsen geht in dieser Frage einen eigenen Weg. Bei der Ministerpräsidentenkonferenz am Dienstag hatte es keine gemeinsame Verständigung auf neue Parameter zur Lagebewertung gegeben. Niedersachsen hätte dies für geboten gehalten und das in einer Protokollnotiz zum Bund-Länder-Beschluss zum klar Ausdruck gebracht, sagte Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) nach den Beratungen.

Staatskanzlei-Chef Mielke wies am Mittwoch darauf hin, dass sich die Abkehr vom Stufenplan aus dem Bund-Länder-Beschluss ergebe, den Niedersachsen nun umsetze. Der Beschluss stelle im Gegensatz zu früheren Beschlüssen grundsätzlich nicht mehr auf Inzidenzen oder andere Parameter ab, sondern gehe «von einer ganz anderen Philosophie aus.»

Mittlerweile sei die Hälfte der Menschen in Deutschland vollständig gegen das Coronavirus geimpft, stellte Mielke fest. Für sie könne man weitgehende Einschränkungen nicht mehr rechtfertigen. «Für deren Freiheiten und die Möglichkeiten, sich zu betätigen, spielen Inzidenzen und Stufen, die man daraus ableitet, überhaupt keine Rolle.»

(dpa)

Nach coronabedingter Pause wieder Hengstparaden im Landgestüt

12:00
11.08.2021
Bei der Hengstparade auf dem Haupt- und Landgestüt Marbach präsentieren sich im September und Oktober wieder edle Pferde verschiedener Rassen. Nachdem die Traditionsveranstaltung in Gomadingen (Kreis Reutlingen) im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden musste, soll sie nun am 26. September sowie am 2. und 3. Oktober stattfinden, wie das Gestüt am Mittwoch mitteilte.

«Die Vorbereitungen in der Gestütsverwaltung und auf allen Gestütshöfen laufen auf Hochtouren», heißt es dazu in einer Mitteilung. Dabei stehe etwa ein Hygienekonzept auf Grundlage der aktuellen Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg im Zentrum. Neben Schwarzwälder Hengsten sind nach Angaben der Veranstalter auch wertvolle Isländerpferde zu sehen. Mehr als 100 Pferde beteiligen sich demnach in mehrstündigen Paraden an den Hengstparaden.

Die Präsentationen auf dem ältesten deutschen Staatsgestüt gibt es nach Angaben des Gestüts seit 1925. Seit 1958 finden sie immer im Herbst statt. Das Haupt- und Landgestüt wurde zwischen 1552 und 1554 vom Herzog Christoph von Württemberg erbaut. Zum Landesbetrieb gehören noch Gestütshöfe in Gomadingen-Offenhausen und St. Johann (beide Kreis Reutlingen).

(dpa)

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