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20210811105604

Inzidenz spielt im Südwesten im Alltag ab Montag keine Rolle mehr

10:55
11.08.2021
Ab kommenden Montag dürfen alle Menschen in Baden-Württemberg unabhängig von der Inzidenz wieder am gesellschaftlichen Leben teilnehmen - vorausgesetzt, sie sind geimpft, genesen oder getestet. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz werde in der neuen Corona-Verordnung, die am 16. August in Kraft treten soll, nicht mehr als ordnungspolitisches Instrument auftauchen, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Stuttgart mit. Die Regierung sieht etwa vor, dass es bei kulturellen Veranstaltungen im Innenbereich sowie in Clubs und Diskotheken keine Personenobergrenze mehr geben soll, die Einrichtungen könnten unter Vollauslastung öffnen - sofern Besucher geimpft oder genesen seien oder in diesem Fall einen PCR-Test vorweisen könnten. Bei der Innen-Gastro, bei Friseuren und körpernahen Dienstleistern soll ein Antigenschnelltest ausreichen.

(dpa)

Flensburg und Kiel mit bundesweit höchsten Corona-Inzidenzen

10:54
11.08.2021
Drei Städte aus Schleswig-Holstein verzeichnen aktuell die höchsten Corona-Inzidenzen unter den deutschen Kreisen und kreisfreien Städten. Flensburg führte nach den Zahlen vom Dienstagabend mit 90,9 die Negativliste an, vor Kiel mit 85,9 und Neumünster mit 79,8. Zudem stand das Land mit 46,4 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen auf Platz zwei nach Hamburg. «Vor einem Jahr wäre das höchste Alarmstufe gewesen», sagte der Infektionsmediziner Helmut Fickenscher am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Mittlerweile gebe es aber eine beachtliche Impfquote, die Zahl der schweren Erkrankungen sei gering und es gebe kaum weitere Todesfälle.

Als Gründe für die stark gestiegenen Zahlen nannte Fickenscher die Rückkehr vieler Menschen aus dem Urlaub und den mit zahlreichen Tests verbundenen frühen Beginn des neuen Schuljahres. «Das kann aber nicht alles erklären», sagte Fickenscher, der am Universitätsklinikum in Kiel das Institut für Infektionsmedizin leitet. «Das Virus verbreitet sich an einigen Orten eifrig in der Bevölkerung.» Offenkundig hielten einige Altersgruppen eher wenig von Schutzmaßnahmen. Fickenscher bezog dies auf das Impfen und Abstandhalten.

Erste Priorität müsse sein, das Impfen möglichst intensiv voranzutreiben, betonte der Mediziner. Mit 67,1 Prozent bei Erstimpfungen und 59,0 Prozent beim vollständigen Schutz hat der Norden jeweils die dritthöchste Quote.

(dpa)

Laschet für mehr Anstrengung in Impfkampagne - Auftakt Wahlkampftour

10:54
11.08.2021
Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) hat sich für eine verstärkte Impfkampagne ausgesprochen. Alle Anstrengungen müssten darauf gerichtet sein, das Impfen voranzubringen, sagte Laschet am Mittwoch beim Besuch eines Boxclubs für Jugendliche in Frankfurt am Main. «Einen Lockdown darf es nicht mehr geben», sagte Laschet. Aktivitäten wie die in dem integrativen Boxclub, den er in Frankfurt besuchte, hätten in der Corona-Pandemie gelitten. Es dürfe nicht nur auf die Inzidenz geschaut werden, sondern es müsse auch an die Konsequenzen für Kinder und Jugendlichen gedacht werden: «Nur digital über den Bildschirm kann man nicht gemeinsam sozial lernen», sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident.

Der Kanzlerkandidat sprach mit Jugendlichen und stieg auch für einige Minuten in den Ring. Dazu erhielt er Boxhandschuhe und teilte einige Hiebe auf Schlagpolster aus. Vor Journalisten sagte er im Anschluss, die CDU werde in den kommenden Wochen kämpfen. Jetzt gehe es um die inhaltliche Auseinandersetzung. «Wir müssen endlich zu einem politischen Wahlkampf kommen, zu einer klaren Frontenstellung», sagte Laschet.

Es müsse über die Zukunft von Arbeitsplätzen in der Industrie gesprochen werden. Dies müsse mit der Klimapolitik verbunden werden. Die Arbeitsplätze sollten in Zukunft noch da sein, aber klimaneutral. «Da haben unsere Wettbewerber keine Antwort drauf», sagte Laschet. Klimapolitik sei auch eine soziale Frage.

Mit Blick auf den Boxclub in Frankfurt sagte Laschet, dort werde die Idee gelebt, dass jeder es in der Gesellschaft schaffen können soll, egal woher er stamme: «Die Jugendlichen haben hier die Chance, mit eigener Leistung zu zeigen, was sie können.» Es gebe Hausaufgabenbetreuung, die gemeinsame Sprache sei Deutsch. Sprachförderung müsse schon im Kindergarten beginnen, sagte Laschet. Der Termin war Start einer Deutschlandtour des Kanzlerkandidaten.

(dpa)

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