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Corona und Lieferengpässe belasten Vestas - Prognose kassiert

08:04
11.08.2021
Der Windkraftanlagenbauer Vestas hat angesichts einer angespannten Lieferkettensituation und steigender Kosten die Prognose für das laufende Jahr gesenkt. Es sei davon auszugehen, dass die coronabedingten Einschränkungen in verschiedenen Märkten auch im zweiten Halbjahr anhalten. Der Umsatz werde 2021 nun maximal 16,5 Milliarden Euro betragen und damit rund eine halbe Milliarde weniger als bisher erwartet, teilte das dänische Unternehmen am Mittwoch mit.

Im zweiten Quartal konnte der unter anderem mit Nordex und der Siemens-Energy-Tochter Siemens Gamesa konkurrierende Konzern zwar mit 3,5 Milliarden Euro ähnlich viel umsetzen wie ein Jahr zuvor. Das operative Ergebnis (Ebit) kletterte um fast 200 Prozent auf 101 Millionen Euro. Experten hatten allerdings mit einem noch stärkeren Anstieg gerechnet. Unter dem Strich kehrte der Konzern in die Gewinnzone zurück. Der Überschuss lag bei 90 Millionen Euro nach einem Verlust von fünf Millionen Euro im Vorjahr.

(dpa)

Gesundheitsminister Lucha: Impfungen haben Tausende Leben gerettet

08:03
11.08.2021
Die Impfkampagne gegen das Coronavirus hat nach Angaben des baden-württembergischen Gesundheitsministers Manne Lucha (Grüne) allein im Südwesten geschätzt rund 5000 Todesfälle verhindert. Lucha bezog sich am Mittwochmorgen im SWR auf eine Modellrechnung des Robert Koch-Instituts (RKI) für Deutschland und ergänzte: «Wir haben 10 000 Krankenhausaufenthalte und 100 000 Infektionen verhindert.» In 7000 Fällen seien Menschen trotz vollständiger Impfung erkrankt, räumte Lucha ein. Es habe dann aber keine schweren Verläufe oder Todesfälle gegeben.

Das RKI hatte zuvor eine Analyse veröffentlicht, nach der durch die Impfkampagne im Verlauf der dritten Corona-Welle geschätzt 38 300 Todesfälle verhindert wurden. Die Zahl der verhinderten Meldefälle wird auf über 706 000 beziffert, die der stationären Patienten auf mehr als 76 600, die der Patienten auf Intensivstation auf knapp 20 000.

Nach den Corona-Beschlüssen von Bund und Ländern zeigte sich Lucha zufrieden. Zudem schließt er nach den Verhandlungen weitere Lockdowns aus. Vollständig Geimpften würden «alle Rechte» zurückgegeben, sagte der Minister dem Radioprogramm «SWR Aktuell». «Einschränkungen betreffen tatsächlich nur noch nicht vollständig Geimpfte.» Entscheidend sei der Blick auf die Auslastung der Intensivstationen. «Das ist der Grund, warum wir Maßnahmen treffen: Damit das medizinische System leistungsfähig bleibt.»

Am Mittwoch hatten die Regierungschefs und der Bund den künftigen Umgang mit Geimpften und Ungeimpften in der Corona-Pandemie vereinbart. Demnach wird der Bund ab dem 11. Oktober nicht mehr die Kosten für Corona-Schnelltests für alle Bürger übernehmen. Gleichzeitig vereinbarten Bund und Länder, dass für Menschen, die weder geimpft noch genesen sind, die Vorlage eines negativen Corona-Tests noch im August zur Pflicht für viele Aktivitäten in Innenräumen werden soll. Die aktuelle Corona-Verordnung läuft am 23. August aus.

(dpa/lsw)

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