Der deutsche Speerwurf-Star Johannes Vetter befürchtet einen «Leistungsknick» in den kommenden Jahren wegen der Einschränkungen der Corona-Pandemie. «Die Vereine haben Mitglieder und eine Menge Einnahmen verloren. Das trifft die Nachwuchsathleten und die, die den Schritt in die Weltspitze vollziehen wollten», sagte der 28-Jährige im Interview der «Rheinischen Post» (Montag). «Wir Kader-Athleten konnten trainieren, die anderen haben erst spät von dieser Ausnahmeregelung profitiert. Ich glaube, dass es einen Leistungsknick in den nächsten Jahren geben könnte. Dem müssen wir jetzt entgegenwirken.»
Der Weltmeister von 2017 geht als Topfavorit in den Speer-Wettbewerb bei den Olympischen Spielen in Tokio. Die Qualifikation beginnt an diesem Mittwoch (3.05 Uhr MESZ). Dass die Sommerspiele trotz der Corona-Einschränkungen ausgerichtet werden, sei richtig, sagte Vetter: «Ich hoffe auch, dass es Nachwuchssportler motiviert, wenn sie Bilder von den Wettkämpfen sehen. Diese Spiele werden lange in Erinnerung bleiben. Ich bin dankbar, dass die Spiele stattfinden, nachdem es lange auf der Kippe stand.»