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Vetter befürchtet negative Corona-Folgen für Nachwuchsarbeit

04:25
02.08.2021
Der deutsche Speerwurf-Star Johannes Vetter befürchtet einen «Leistungsknick» in den kommenden Jahren wegen der Einschränkungen der Corona-Pandemie. «Die Vereine haben Mitglieder und eine Menge Einnahmen verloren. Das trifft die Nachwuchsathleten und die, die den Schritt in die Weltspitze vollziehen wollten», sagte der 28-Jährige im Interview der «Rheinischen Post» (Montag). «Wir Kader-Athleten konnten trainieren, die anderen haben erst spät von dieser Ausnahmeregelung profitiert. Ich glaube, dass es einen Leistungsknick in den nächsten Jahren geben könnte. Dem müssen wir jetzt entgegenwirken.»

Der Weltmeister von 2017 geht als Topfavorit in den Speer-Wettbewerb bei den Olympischen Spielen in Tokio. Die Qualifikation beginnt an diesem Mittwoch (3.05 Uhr MESZ). Dass die Sommerspiele trotz der Corona-Einschränkungen ausgerichtet werden, sei richtig, sagte Vetter: «Ich hoffe auch, dass es Nachwuchssportler motiviert, wenn sie Bilder von den Wettkämpfen sehen. Diese Spiele werden lange in Erinnerung bleiben. Ich bin dankbar, dass die Spiele stattfinden, nachdem es lange auf der Kippe stand.»

(dpa)

Impf-Nachfrage in den USA steigt mitten in neuer Corona-Welle wieder

04:25
02.08.2021
Angesichts der rasch steigenden Zahl neuer Corona-Infektionen haben sich in den USA zuletzt wieder deutlich mehr Menschen impfen lassen. Die Impfkampagne war seit Juni ins Stocken geraten, mit zuletzt nur rund einer halben Million verabreichten Spritzen pro Tag. Der Trend kehrte sich nun jedoch angesichts der neuen Corona-Welle, die auf die besonders ansteckende Delta-Variante zurückgeführt wird, wieder um. Am Sonntag (Ortszeit) wurden 816 000 Impfungen verabreicht, darunter 517 000 Erstimpfungen, wie ein leitender Beamter des Weißen Hause auf Twitter schrieb. Die jüngsten Daten zeigten einen «steten Anstieg», erklärte Cyrus Shahpar.

Dem Beamten zufolge lagen auch die Impfzahlen der vergangenen Tage deutlich über jenen der Vorwoche. Am Samstag etwa seien es 712 000 Dosen gewesen, ein Anstieg um 77 Prozent gegenüber der Vorwoche (403 000). Am Freitag habe es ein Plus von 43 Prozent gegeben. Im April waren täglich noch gut drei Millionen Dosen verabreicht worden.

Die Zahl der im Wochendurschnitt pro Tag registrierten Neuinfektionen, die im Juni zeitweise auf 11 000 gefallen war, liegt inzwischen wieder bei 72 000. Die Zahl der Neuinfektionen steigt landesweit an, aber besonders betroffen sind Bundesstaaten mit geringerer Impfquote, darunter zum Beispiel Louisiana und Florida.

In den USA sind bislang fast 50 Prozent der Bevölkerung von rund 330 Millionen Menschen vollständig geimpft, rund 58 Prozent haben mindestens die erste Spritze bekommen. US-Präsident Joe Biden hatte im Frühjahr das Ziel ausgegeben, dass bis zum Nationalfeiertag am 4. Juli 70 Prozent der Erwachsenen mindestens die erste Impfung erhalten haben sollten. Das Ziel wurde trotz reichlicher Vorräte und Impfanreizen verfehlt, es wurden nur 67 Prozent. Nun, etwa einen Monat später, sollte es bald soweit sein: der jüngste Anstieg ließ die Quote unter Erwachsenen bis Sonntag auf 69,9 Prozent steigen.

(dpa)

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