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20210810085640

Zahl der Firmenpleiten weiter gesunken

08:55
10.08.2021
Der Rückgang der Firmenpleiten hat sich auch nach dem Ende der Corona-Ausnahmeregeln fortgesetzt. Die deutschen Amtsgerichte meldeten im Mai 1116 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes vom Dienstag 25,8 Prozent weniger als im Mai 2020. Der rückläufige Trend der vergangenen Monate habe somit angehalten. Pleiten gab es vor allem im Baugewerbe und im Handel.

Um eine Pleitewelle in der Corona-Krise zu verhindern, hatte der Staat die Pflicht zum Insolvenzantrag bei Eintritt eines Insolvenzgrundes wie Überschuldung oder Zahlungsunfähigkeit zeitweise ausgesetzt. Zum 1. Mai gilt die Insolvenzantragspflicht wieder vollumfänglich. Dass die Zahl der Firmenpleiten dennoch gesunken ist, führte die Wiesbadener Behörde unter anderem auf die Bearbeitungszeit bei den Gerichten zurück. Eine Zunahme der Insolvenzen werde sich voraussichtlich erst in späteren Monaten zeigen.

Im Schnitt waren die von Insolvenz betroffenen Firmen größer als ein Jahr zuvor, die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger lagen im Mai mit rund 7,0 Milliarden Euro deutlich über der Summe des Vorjahresmonats von knapp 3,1 Milliarden Euro.

Die Zahl der eröffneten Regelinsolvenzverfahren, die Hinweise auf die künftige Entwicklung gibt, stagnierte den Angaben zufolge weitgehend. Im Juli 2021 lag sie fast auf identischem Niveau mit dem Vormonat (minus 0,1 Prozent) und dem Vorjahresmonat (plus 0,4 Prozent).

dpa

Länder geben rund 2,7 Millionen Impfdosen an Bund zurück

08:53
10.08.2021
Angesichts der vorerst geringeren Nachfrage nach Corona-Impfungen geben die Länder rund 2,7 Millionen Dosen aus ihren Verteilzentren an den Bund zurück. Darunter sind 2,58 Millionen nicht benötigte Dosen des Mittels von Astrazeneca, wie aus einer Übersicht des Bundesgesundheitsministeriums hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Hinzu kommen Dosen von Johnson & Johnson.

Der Bund will die Impfstoffe nun rasch an andere Staaten mit akutem Bedarf spenden. In einem nächsten Schritt sollen die Länder bis zum 20. August auch Rückmeldungen zu nicht benötigten Dosen geben, die schon von den Verteilzentren in die regionalen Impfzentren gebracht wurden - zunächst ebenfalls für die Präparate von Astrazeneca und Johnson & Johnson. Die Bundesregierung hat zugesagt, bis Ende des Jahres mindestens 30 Millionen Impfdosen an Entwicklungsländer und andere Staaten abzugeben. Eine erste Tranche soll jetzt bereits über die internationale Hilfsinitiative Covax an fünf Länder gehen.

Aus den Verteilzentren geben nun 15 der 16 Länder nicht benötigten Impfstoff zurück - nur das Saarland meldete laut der Übersicht keine Dosen dafür an den Bund. Aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen sollen demnach allein 922 000 Dosen des Mittels von Astrazeneca zurückgehen, aus Bayern 685 000 Dosen.

dpa

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