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MPK-Chef Müller: Kostenlose Corona-Tests noch bis Mitte Oktober

06:49
10.08.2021
Die Menschen in Deutschland können sich nach Erwartung des Berliner Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (SPD) noch bis Mitte Oktober kostenlos auf das Coronavirus testen lassen. «Ich gehe davon aus: Ab Mitte Oktober wird dieses kostenlose Angebot aufgehoben», sagte Müller als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) im ZDF-«Morgenmagazin» vor den Beratungen der Runde am Dienstag.

Als sehr wahrscheinlichen Umstellungstermin nannte Müller den 10. oder 11. Oktober. «Dann hat ab jetzt jeder acht Wochen Zeit, sich impfen zu lassen. Wer dieses Angebot leider nicht in Anspruch nimmt, der muss dann für Tests auch bezahlen.» Ausgenommen seien Menschen, die nicht geimpft werden können, Schwangere und Kinder. Beratungsgrundlage der Konferenz seien Antigentests. PCR-Tests nannte Müller «die nächste Eskalationsstufe».

Bestehen bleibt nach Müllers Erwartung die sogenannte 3G-Regel. Danach erhalten zu Veranstaltungen nur die Menschen Zutritt, die geimpft, genesen oder negativ getestet sind. «In die Richtung geht es, dass wir bei den 3G bleiben. Wer nicht mit einer Impfung nachweisen kann, dass er sicher ist für andere, der muss das dann eben mit einem Test machen.»

Quarantänepflichten sollen nach Müllers Worten für Geimpfte und Genesene gelockert oder aufgehoben werden. «Auch bei der Reiserückkehr wird man dann nicht mehr in Quarantäne müssen.»

Für Innenräume etwa von Hotels und Restaurants oder bei Veranstaltungen seien verbindliche Testnachweise notwendig, sagte Müller. «Einkaufen wird davon ausgenommen sein.» Da gelte aber wie im öffentlichen Personennahverkehr die Maskenpflicht.

(dpa)

Söder warnt vor «Pandemie der Ungeimpften»

06:49
10.08.2021
In der Corona-Krise will der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) mit finanziellem Negativanreiz den Druck auf Ungeimpfte erhöhen, sich gegen das Virus impfen zu lassen. «Wer sich nicht impfen lässt, trägt auch die Verantwortung», sagte Söder am Dienstag im Bayerischen Rundfunk. «Und die
heißt dann auch, dass die Steuerzahler dafür nicht alle
Kosten übernehmen können. Und das muss man dann selbst
zahlen», sagte er mit Blick auf bislang kostenlose Corona-Tests.

Söder und die Ministerpräsidenten der übrigen 15 Bundesländer wollen am Dienstag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) über das weitere Vorgehen in der Pandemie beraten. Die Frage, ob Corona-Tests künftig kosten sollen, ist dabei ein Hauptthema.

Anders als der nordrhein-westfälische Ministerpräsident und Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) sprach sich Söder dafür aus, Geimpfte von Corona-Beschränkungen auszunehmen: «Wer geimpft ist, stellt keine Gefahr dar, deshalb muss man ihm verfassungsrechtlich zwingend die Grundrechte zurückgeben.» Söder warnte vor einer «Pandemie der Ungeimpften». «Wer sich nicht impfen lässt, gefährdet sich und andere», sagte der CSU-Chef. Oberstes Ziel sei die Verhinderung eines weiteren Lockdowns.

(dpa)

Corona: Sportpolitiker fordern Gleichbehandlung bei Stadion-Debatte

06:11
10.08.2021
Vor dem Bundesliga-Start geht die emotionale Debatte über die Zugangsrechte von Fans in den Fußballstadien weiter. Sportpolitiker fordern, dass geimpfte, genesene oder negativ getestete Zuschauer beim Zutritt gleich behandelt werden müssen.

Sportpolitikerinnen und Sportpolitiker aus Regierung und Opposition haben sich in der Corona-Diskussion für die Gleichbehandlung von geimpften, genesenen und getesteten Stadionbesuchern ausgesprochen. «Eine Unterscheidung zwischen geimpften, genesenen oder negativ getesteten Zuschauern halte ich aus verfassungsrechtlichen Gründen für problematisch», sagte der sportpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Eberhard Gienger, der «Augsburger Allgemeinen». Seiner Meinung nach «müssen geimpfte, genesene oder negativ getestete Zuschauer beim Zutritt ins Stadion gleich behandelt werden», forderte der CDU-Politiker und plädierte für bundesweit einheitliche Regeln Start der Fußball-Bundesliga.

Ähnlich wie der frühere Turn-Weltmeister Gienger äußerte sich die Sportpolitische Sprecherin und Obfrau der FDP-Bundestagsfraktion im Sportausschuss, Britta Dassler. Da man im Fall von Fußballstadien über den Außenbereich spreche, lasse sich «eine Zugangsreduzierung auf Geimpfte und Genesene (2G) kaum rechtfertigen», sagte Dassler der Zeitung: «Daher sollte grundsätzlich der Zugang für Geimpfte, Genesene und Getestete (3G) möglich sein.» Das Hausrecht der Vereine bleibe davon aber natürlich unberührt, meinte die FDP-Abgeordnete.

Vor dem Start der 59. Spielzeit wird in der Bundesliga über die Zugangsrechte von Ungeimpften und steigende Inzidenzen an den Spielorten diskutiert. Anstoß der Debatte ist eine Neuerung beim 1. FC Köln, der ab Ende August nur noch geimpfte oder genesene Zuschauer in sein Stadion lassen möchte. Bund und Länder werden an diesem Dienstag grundsätzlich über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten.

(dpa)

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