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Lehrer-Verband kritisiert späten Start des Luftfilter-Programms

11:35
09.08.2021
Der Einsatz mobiler Luftfilter in Schulen wird nach Ansicht des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) zu halbherzig betrieben. Es sei bei weitem nicht möglich, alle Klassen rechtzeitig zum Schulbeginn auszurüsten und somit ausreichend vor dem Coronavirus zu schützen, kritisierte der VBE-Vizevorsitzende Oliver Hintzen am Montag in Stuttgart Land und Kommunen. «Wir gehen davon aus, dass weder das Geld noch die Zeit ausreichen», sagte er der dpa weiter. «Man hätte viel früher anfangen müssen, Bestellung und Einsatz zu planen. So hat man wertvolle Zeit verstreichen lassen.» Der VBE habe bereits im Oktober 2020 den gezielten Einsatz von Luftfiltergeräten als Infektionsschutzmaßnahme gefordert.

Seit diesem Montag können die Kommunen im Südwesten die Förderung mobiler Luftfilter für ihre Schulen beantragen. Zuvor hatte es ein Hin- und Her über die Frage gegeben, ob Land und Bund jeweils eigene Richtlinien oder eine gemeinsame Orientierung erstellen. Die Luftfilter sollen das Corona-Infektionsrisiko an Schulen deutlich reduzieren. Das Land übernimmt bis zu 50 Prozent der Kosten dafür, maximal aber 2500 Euro pro Gerät, wie es in der Richtlinie heißt. Das Förderprogramm soll bis Ende Juli 2022 laufen.

Zuvor hatte bereits die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) bemängelt, die Kommunen hätten das Thema verschlafen. Der Städtetagsdezernent für Bildung, Norbert Brugger, hatte den Vorwurf zurückgewiesen. Es gebe in vielen Gemeinden bereits Beschlüsse über den Bedarf an Luftfiltern. Allerdings wird die Ausstattung der Schulen mit mobilen Luftfiltergeräten auch nach Einschätzung führender Hersteller bis weit ins kommende Schuljahr dauern. Allein in Baden-Württemberg gibt es 70 000 Klassenzimmer.

(dpa)

Impfstoffhersteller Biontech mit deutlichem Gewinn- und Umsatzsprung

11:14
09.08.2021
Der Erfolg seines Corona-Impfstoffs hat dem Mainzer Unternehmen Biontech einen riesigen Sprung bei Umsatz und Gewinn beschert. Wie das Unternehmen am Montag mitteilte, stieg der Nettogewinn im zweiten Quartel 2021 auf knapp 2,8 Milliarden Euro nach einem Verlust von 88,3 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Für die ersten sechs Monate dieses Jahres belief sich der Überschuss auf gut 3,9 Milliarden Euro nach einem Verlust von knapp 142 Millionen Euro im Vorjahr.

Der Umsatz wurde in dem zum 30. Juni beendeten Quartal auf rund 5,3 Milliarden Euro geschätzt nach 41,7 Millionen Euro im Vorjahr. Für das erste Halbjahr ergab sich ein Gesamtumsatz von fast 7,4 Milliarden Euro nach gut 69 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

(dpa)

Delta-Variante verschärft Corona-Krise im Iran

11:11
09.08.2021
Im Iran verschärft sich die Corona-Krise wegen einer rasanten Ausbreitung der Delta-Variante. Das Gesundheitsministerium registrierte am Montag mit 588 Toten und fast 41 000 Neuinfektionen an nur einem Tag einen Höchstwert. Die Gesamtzahl der Corona-Toten im Iran liegt nun bei 94 603, die der Infektionen bei fast 4,2 Millionen. Wegen der Delta-Variante sind in vielen Städten die Notaufnahmen mit neuen Corona-Patienten überfüllt. Auch die Impfkampagne für die mehr als 83 Millionen Iraner kommt wegen der Wirtschaftskrise nur schleppend voran.

(dpa)

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