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Deutschland gibt erste Impfdosen an fünf Länder ab

10:27
09.08.2021
Deutschland gibt erste Corona-Impfdosen des Herstellers Astrazeneca an fünf andere Länder mit akutem Bedarf ab. Wie die Bundesregierung am Montag mitteilte, sollen in einer ersten Tranche 213 600 Dosen nach Afghanistan gehen, 271 200 nach Äthiopien, 357 600 in den Sudan, 100 800 nach Tadschikistan und 355 200 nach Usbekistan. Die Impfstoffe sollen über die internationale Hilfsinitiative Covax verteilt werden.

Die Staaten hätten nach Einschätzung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) besonders hohen Bedarf und könnten die Dosen auch unmittelbar in ihren Impfkampagnen einsetzen, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer in Berlin. Deutschland leiste damit einen wichtigen Beitrag zur weltweiten Pandemiebekämpfung. Dies könne zudem das Entstehen neuer Virusvarianten verhindern, «die das Potenzial haben, auch uns zu bedrohen».

Die Bundesregierung hat zugesagt, bis Ende des Jahres mindestens 30 Millionen Impfdosen an Entwicklungsländer und andere Staaten abzugeben. Davon sollen 80 Prozent Covax zur Verfügung gestellt werden und 20 Prozent direkt an andere Länder gehen.

Dafür werden bis auf weiteres werden alle Lieferungen von Astrazeneca direkt an Covax gespendet, wie das Gesundheitsministerium in der vergangenen Woche erläutert hatte. In Deutschland kommen demnach keine Lieferungen mehr an.

(dpa)

Corona-Impfungen kommen voran - vor allem mit Zweitimpfungen

09:54
09.08.2021
Die Corona-Impfungen in Deutschland kommen weiter leicht voran - vor allem mit Zweitimpfungen. Vollständig geimpft sind nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums von Montag nun knapp 45,6 Millionen Menschen oder 54,8 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens eine erste Dosis bekommen haben 51,9 Millionen Menschen oder 62,4 Prozent aller Einwohner. Minister Jens Spahn dankte allen, «die sich jeden Tag für niedrigschwellige und kreative Aktionen einsetzen» und auch an diesem Wochenende wieder geimpft hätten. «Jede Impfung zählt!», schrieb der CDU-Politiker bei Twitter.

Am Sonntag wurden bundesweit insgesamt 110 000 Impfungen gemacht - darunter waren laut Robert Koch-Institut (RKI) gut 25 000 Erstimpfungen und knapp 85 000 Zweitimpfungen. Im Vergleich der Bundesländer liegt Bremen weiter an der Spitze mit nun 71,6 Prozent mindestens einmal und 64,5 Prozent vollständig geimpften Einwohnern. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 52,8 Prozent mindestens einmal und 48,8 Prozent vollständig geimpften Einwohnern.

(dpa)

Handel drängt Bund und Länder zu Abschied von reiner Inzidenzregelung

08:46
09.08.2021
Vor der Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel hat der Handelsverband Deutschland (HDE) von Bund und Ländern eine Präventionsstrategie zur Verhinderung eines erneuten Lockdowns gefordert. In einem Brief an die Bundeskanzlerin, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, verlangte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser angesichts der wieder steigenden Zahl von Corona-Fällen eine Abkehr von der alleinigen Fixierung auf die Inzidenz. Die Anwendung der bisherigen Inzidenzwerte für staatliche Anordnungen bis hin zur Schließung der Nonfood-Geschäfte und ganzer Innenstädte sei «weder unter epidemiologischen noch unter rechtlichen Gesichtspunkten zu rechtfertigen».

Sanktjohanser betonte: «Wir unterstützen ausdrücklich die Festlegung eines differenzierten Kriterienkatalogs, in dem weitere Indikatoren wie die Hospitalisierungsrate, die Intensivbettenauslastung und die Impfquote berücksichtigt werden.» Der HDE drängte außerdem auf eine Ausweitung der Impfkampagne und bekräftigte die Bereitschaft der Handelsunternehmen hier selbst Überzeugungsarbeit bei den Kunden zu leisten.

Nach einer HDE-Umfrage unter 500 Unternehmen misst der Einzelhandel den Corona-Impfungen eine überragende Bedeutung bei. Mehr als 80 Prozent der befragten Unternehmen sehen demnach im Impffortschritt einen entscheidenden Schlüssel zur Bekämpfung der Pandemie.

(dpa)

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