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Optimismus in der deutschen Wirtschaft wächst

12:41
12.07.2021
Köln - Angesichts deutlich gesunkener Corona-Inzidenzzahlen und steigender Impfquoten wächst der Optimismus in der deutschen Wirtschaft.

"Erstmals seit Beginn der Pandemie schauen die meisten Unternehmen richtig zuversichtlich auf das laufende Jahr", fasste das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln das Ergebnis seiner jüngsten Konjunkturumfrage zusammen. "Aktuell verliert die Pandemie ihre Schrecken", sagte IW-Konjunkturchef Michael Grömling.

Gut die Hälfte (51 Prozent) der 2000 befragten Unternehmen rechnet demnach für das laufende Jahr mit einer höheren Produktion als im Krisenjahr 2020. Nur noch 15 Prozent erwarten schwächere Geschäfte. Rund 43 Prozent der Unternehmen wollen mehr Beschäftigte einstellen als im vergangenen Jahr, rund 42 Prozent wollen mehr investieren. Im Vergleich zur Befragung im Frühjahr hat sich die Stimmung damit deutlich aufgehellt.

Allerdings gibt es zwischen den Branchen noch große Unterschiede. Am größten ist der Optimismus in der Industrie: Hier schauen 59 Prozent der Firmen optimistisch in die Zukunft, obwohl aktuell Lieferprobleme bei wichtigen Vorprodukten wie Chips die Produktion bremsen. Im Dienstleistungssektor rechnet immerhin etwa jedes zweite Unternehmen mit besseren Geschäften. In beiden Branchen gehen lediglich 13 Prozent der Firmen von einer geringeren Produktion als 2020 aus.

Trotz des verbreiteten Optimismus werde es Jahre dauern, bis der durch die Corona-Pandemie verursachte Einbruch wieder ausgeglichen sei, sagte IW-Konjunkturexperte Grömling. Wichtig sei jetzt vor allem, dass ein neuer Lockdown vermieden werde.

dpa

Söder kündigt Konzept für "Impfen to go" an

12:15
12.07.2021
Mit Impfanreizen und einfach zugänglichen Impfangeboten will Bayern das Corona-Impftempo erhöhen.

München - Ministerpräsident Markus Söder (CSU) kündigte für die Kabinettssitzung an diesem Dienstag ein Konzept unter anderem mit "Impfen to go" und Impfungen an "ungewöhnlichen Orten" an. "Wir sind im Wettlauf mit der Zeit - mit der Delta-Variante", sagte er am Montag beim Besuch des Münchner Impfzentrums, wo Impfungen für Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen in München starteten. "Ich glaube, das Angebot muss noch näher an die Menschen kommen."

Söder versprach insbesondere "mehr Freiheit" für vollständig Geimpfte. "Vollständige, unbeschwerte Freiheit gibt es nur mit Impfen. Ohne Impfen keine Freiheit - jedenfalls nicht so in der Form, wie wir es uns vorstellen." Unter anderem sollten Quarantäneregeln für den Urlaub für zweifach Geimpfte nicht mehr gelten. Söder stellte aber auch eine Verbindung zwischen mehr Impfungen gerade unter Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen und weiteren Öffnungsschritten her. "Je mehr junge Leute geimpft sind, und zwar zweifach, desto leichter können wir zum Beispiel auch bestimmte Angebote wie Clubs oder Diskotheken wieder in Erwägung ziehen", argumentierte er.

Finanzielle Anreize für Impfungen lehnte Söder dagegen als "nicht angemessen" ab. Er bekräftigte auf der anderen Seite allerdings auch, eine formale Corona-Impfpflicht wolle man weiter "auf keinen Fall".

dpa