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Inzidenz steigt auf 9,4 - 1608 Neuinfektionen

05:08
17.07.2021
Zum zehnten Tag infolge ist die Sieben-Tage-Inzidenz angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Samstagmorgen lag sie bei 9,4 - am Vortag betrug der Wert 8,6, beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 1608 Corona- Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Samstagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.05 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 952 Ansteckungen gelegen.

Die Inzidenz war in der Pandemie bisher Grundlage für viele Corona-Einschränkungen, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen Bundesnotbremse. Künftig sollen daneben nun weitere Werte wie Krankenhauseinweisungen stärker berücksichtigt werden.

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 22 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 35 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3 743 389 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3 638 800 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91 359. 

Corona-Regel: Seoul verbietet schnelle Musik in Fitnessclubs

16:59
16.07.2021
Seoul - Besucher von Fitnessclubs in der südkoreanischen Metropolregion Seoul müssen beim Gruppentraining auf das Lied «Gangnam Style» als Motivationshilfe vorerst verzichten. Der Welthit von 2012 des Rappers Psy fällt in die Kategorie zu temporeicher Stücke, die seit dieser Woche aus Gründen des Corona-Infektionsschutzes bei bestimmten Trainingseinheiten nicht gespielt werden dürfen. Dies sei eine der Maßnahmen, um die Ansteckungsgefahr zu verringern, «statt die Studios zu schließen», sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Das Tempo eines Liedes darf demnach 120 Beats pro Minute (bpm) nicht übersteigen. Betroffen sind alle Clubs in der Hauptstadt und die umliegende Region, die Fitnesstraining wie etwa Aerobic und Indoor-Cycling in Gruppen anbieten. Nach Angaben der Behörden soll die Beschränkung auf unter 120 bpm das Risiko verringern, dass Viren übertragen werden, wenn sich etwa zu stark Schweißperlen verteilen.

In den Sozialen Medien wurde die Regelung zum Teil als «bizarr» beschrieben. Es gab von ausländischen Nutzern auch Anerkennung. Man müsse halt «außerhalb der Box denken», um eine Schließung der Fitnesscenter zu vermeiden.

Südkorea hatte die Kontaktbeschränkungen am vergangenen Montag für den Großraum Seoul für zunächst zwei Wochen verschärft, weil die Zahl der täglich erfassten Neu-Infektionen ungebremst zunahm. Demnach müssen unter anderem Bars und Nachtclubs schließen.

Ganz auf K-Pop-Hits müssen die Besucher von Fitnessclubs aber nicht verzichten. Südkoreanische Medien berichteten, dass Titel wie etwa «Butter» und «Dynamite» der bekannten Boygroup BTS sicher seien. Sie wiesen ein Tempo von 110 und 114 bpm auf.

Eine andere Regelung schreibt vor, das Tempo von Laufbändern auf sechs Stundenkilometer zu drosseln. Vermutlich sei dies so gedacht, weil die Benutzer bei dieser langsamen Laufgeschwindigkeit noch Schutzmasken tragen könnten, sagte die Mitarbeiterin eines Hotel-Fitnessclubs in Seoul. Vertreter der Gesundheitsbehörde hätten ihren Club kurz besucht. Bei einem Verstoß gegen die Regeln drohe Besuchern ein Bußgeld von 100 000 Won (74 Euro).

dpa