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Indonesien bleibt globaler Corona-Hotspot - Rekordzahl an Todesopfern

15:17
16.07.2021
Jakarta - Indonesien bekommt seine bisher schwerste Corona-Welle trotz eines Lockdowns und strikter Regeln nicht in den Griff. Die Behörden meldeten am Freitag mehr als 1200 Tote innerhalb von 24 Stunden in Verbindung mit Covid-19 - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Gleichzeitig wurden im viertbevölkerungsreichsten Land der Erde erneut rund 54 000 Neuinfektionen verzeichnet.

Seit Tagen liegt die Zahl der neuen Fälle bei mehr als 50 000. Indonesien hat damit Indien - wo die Zahlen rückläufig sind - als weltweiten Spitzenreiter überholt. Grund ist vor allem die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante. Gesundheitsminister Budi Gunadi Sadikin forderte die Menschen dringend auf, die Maßnahmen einzuhalten und Masken zu tragen.

Hunderte Menschen, die positiv getestet wurden, seien in der Quarantäne in ihren Häusern gestorben, teilte die Plattform LaporCovid-19 mit, die Daten zur Pandemie in Indonesien sammelt. Vielerorts gibt es nicht mehr genug Krankenhausbetten. Ende Juni hatte das Rote Kreuz bereits vor einem Kollaps des Gesundheitssystems in dem Land mit 270 Millionen Einwohnern gewarnt.

Insgesamt wurden bislang mehr als 2,7 Millionen Corona-Fälle bestätigt. Mehr als 71 000 Menschen sind in Verbindung mit dem Virus gestorben. 40 Millionen Bürger haben eine Erstimpfung erhalten, jedoch sind bislang nur 16 Millionen Menschen vollständig geimpft.

dpa

EU-Behörde: Starker Anstieg der Infektionsfälle bis August

14:51
16.07.2021
Die EU-Krankheitsbekämpfungsbehörde rechnet mit einem erneuten starken Anstieg der Infektionsfälle in Europa in den nächsten Wochen. Die Zahl der Neuinfektionen könnte sich laut veröffentlichten Prognosen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) bis Anfang August fast verfünffachen. Ursache seien die hochansteckende Delta-Variante sowie die Lockerungen von Corona-Beschränkungen in vielen Ländern. Die Prognosen der EU-Behörde beziehen sich auf das Gebiet der EU, Norwegens und Islands. Das ECDC erwartet demnach für die am 1. August endende Woche eine Sieben-Tage-Inzidenz von 420 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Vergangene Woche lag die Sieben-Tage-Inzidenz in dem Gebiet bei 90. 

dpa