Letztes Update:
20210714075402

Lauterbach gegen schnelles Ende aller Corona-Einschränkungen

07:17
14.07.2021
Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat sich gegen eine schnelle Aufhebung der verbliebenen Corona-Maßnahmen ausgesprochen. «Der Weg von London, eine völlige Öffnung, wird auch von Einigen bei uns gefordert, ist aber ein ganz falscher», sagte Lauterbach der «Passauer Neuen Presse» (Mittwoch). «Die Fallzahlen steigen zwar wieder, aber das war zu erwarten mit den Lockerungen, die gerade beschlossen wurden. Sie werden auch noch weiter nach oben gehen. Wenn wir aber jetzt nicht drastisch öffnen und uns an die wichtigste Regel im Pandemie-Sommer halten, nämlich draußen geht viel, drinnen muss man vorsichtig bleiben, dann kommen wir gut durch.» Der Weg in England, wo für den 19. Juli das Ende aller Corona-Maßnahmen angekündigt wurde, erzeuge «letztlich nur eine Welle von chronisch kranken Long-Covid-Kranken», so Lauterbach. 

Arbeitgeberverband gegen Corona-Impfpflicht

06:45
14.07.2021
Der Arbeitgeberverband BDA hat sich gegen eine Corona-Impfpflicht ausgesprochen. «Als Arbeitgeber setzen wir weiter auf Freiwilligkeit», erklärte der Verband auf Anfrage der Düsseldorfer «Rheinischen Post» (Mittwoch). Gerade für Mitarbeiter, die mit gefährdeten Personengruppen arbeiteten, sei die Bereitschaft zur Impfung ein Zeichen von Verantwortungsbewusstsein und Rücksichtnahme.

Der Verband regte aber eine Überprüfung der kostenlosen Corona-Tests an. «Wenn die Impfkampagne erfolgreich fortschreitet und voraussichtlich spätestens Ende August jeder ein Impfangebot erhalten hat, muss überprüft werden, ob kostenlose Tests für Menschen, die sich nicht impfen lassen, noch angemessen und geboten sind», hieß es.

Geldanreize für Corona-Impfung? Altmaier skeptisch

05:28
14.07.2021
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier sieht die Forderungen, auch mit finanziellen Anreizen für Corona-Impfungen zu werben, skeptisch. «Ich bin von der Idee bislang nicht so überzeugt, weil es auch der Idee des mündigen Bürgers widerspricht, wenn ich Menschen mit Geldgeschenken zu etwas bringe, von dem sie selbst überzeugt sind, dass es vielleicht gar nicht in ihrem Interesse ist», sagte der CDU-Politiker der «Augsburger Allgemeinen» (Mittwoch). Es gebe zuvor noch deutlich mehr andere Möglichkeiten, um die Impfquote deutlich zu erhöhen.

«Da gibt es noch ganz viel, was wir tun können, auch an mobilen Impfstationen, beim Einsatz des Impfstoffs, der nur einmal verabreicht werden muss, weil es einfach Bürgerinnen und Bürger gibt, die man gar nicht so leicht erreichen kann, zum Beispiel auch Obdachlose, die über keinen gesetzlichen Wohnsitz verfügen», sagte Altmaier. Er glaube, dass es noch genug Menschen gebe, die sich bei einer Aufklärung über die Risiken einer möglicherweise tödlich verlaufenden Corona-Infektion und jene einer Impfung letztlich für die schützenden Spritzen entscheiden würden.