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Pandemie bringt Staatsverschuldung auf Rekordniveau

16:53
28.07.2021
Vor allem wegen der Corona-Pandemie sind die öffentlichen Schulden in Deutschland im vergangenen Jahr auf Rekordniveau gestiegen. Sie wuchsen um 14,4 Prozent auf 2,173 Billionen Euro und erreichten damit den höchsten jemals in der Schuldenstatistik am Ende eines Jahres gemessenen Stand, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

Der Pro-Kopf-Wert kletterte demnach auf 26.141 Euro, 3281 Euro mehr als Ende 2019. Die Statistik fasst alle Schulden zusammen, die Bund, Länder, Gemeinden, Gemeindeverbände und Sozialversicherung beim nicht-öffentlichen Bereich haben, also etwa bei privaten Banken. Auch Extrahaushalte werden dabei berücksichtigt.

Der starke Anstieg der Verschuldung im vergangenen Jahr ist laut Statistischem Bundesamt insbesondere auf die Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie zurückzuführen. Die Entwicklung setzte sich auch in den ersten drei Monaten des Jahres 2021 fort. 

dpa

Norwegen verschiebt nächste Corona-Lockerungen wegen Delta-Sorgen

16:15
28.07.2021
Oslo  - Die Menschen in Norwegen müssen wegen Sorgen vor der Delta-Variante des Coronavirus länger auf die Lockerung weiterer Corona-Maßnahmen warten. Die Umsetzung der vierten Stufe des Öffnungsplans der Regierung wird auf Empfehlung der norwegischen Gesundheitsbehörden um mindestens zwei Wochen aufgeschoben, wie Gesundheitsminister Bent Høie am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Oslo bekanntgab.

Im Zuge der Delta-Ausbreitung sehe man eine beunruhigende Entwicklung in mehreren europäischen Ländern, darunter auch in Staaten mit höheren Impfzahlen wie etwa Großbritannien und die Niederlande, sagte Høie. Ob man in Stufe vier eintreten könne, solle nun Mitte August neu bewertet werden. Jetzt weiter zu öffnen, würde das Risiko erhöhen, dass Kinder und Jugendliche nach den Ferien nicht mit einem relativ normalen Schulalltag ins neue Schuljahr starten könnten.

Die Delta-Variante ist mittlerweile in einer Reihe von europäischen Staaten die dominierende Variante, darunter auch in Norwegen. Gemäß der Öffnungsstufe vier sollen unter anderem Beschränkungen für den Spitzensport und Begrenzungen für die Gästezahl im eigenen Heim verschwinden. Zumindest werden nach Regierungsangaben ab dem kommenden Montag einige Änderungen bei den bisherigen Lockerungen vorgenommen. Das bedeutet unter anderem, dass neben Kindern und Jugendlichen dann auch erwachsene Norwegerinnen und Norweger außerhalb ihrer eigenen Regionen und Landkreise an Sport- und Kulturveranstaltungen teilnehmen dürfen.

dpa